Montag, 14. Mai 2012

Jonathan Edwards über Heiligung


Jonathan Edwards über glaubensmäßige Regungen und die wahre Heiligung:

„Leute, die sich einst ihrer Bekehrung sicher waren, haben kein ernstes Verlangen mehr nach Licht und Gnade … sie zehren von ihrem ersten Werk oder von irgendwelchen überschwänglichen Erfahrungen in der Vergangenheit, wobei ihr Weinen sowie ihr Ringen mit Gott und ihr Flehen um seine Gnade aufgehört haben. Aber die heiligen Grundsätze, welche die Triebkraft eines wahren Heiligen sind, tragen auf viel machtvollere Weise dazu bei, ihn dazu anzuregen, mit ganzem Ernst nach Gott und nach Heiligkeit zu trachten … Die Heilige Schrift zeigt uns überall, dass das Suchen, Ringen und Mühen eines Christen erst nach der Bekehrung einsetzt und dass die Bekehrung nur der Anfang ist, dem weitere Schritte folgen müssen. Und nehmen wir nahezu alles, was im Neuen Testament über das Wachen des Menschen, die ernsthafte Selbstbeherrschung, den vor uns liegenden Wettlauf, das Ringen sowie Mühen und die Tatsache gesagt wird, dass wir nicht mit Fleisch und Blut kämpfen müssen, sondern mit Gewalten und Mächten. Betrachten wir weiterhin das Kämpfen, das Anlegen der Waffenrüstung Gottes, das Stehen und das Voranschreiten, das Ausstrecken, das unablässige Beten und die Tatsache, dass wir Tag und Nacht zu Gott schreien sollen: Ja, fast alles, was im Neuen Testament über diese Dinge steht, wird von den Heiligen gesagt und ist an sie gerichtet. Wo dies alles auf den Sünder angewandt wird, der erst einmal nach der Bekehrung streben muss, da müsste alles zehnmal mehr der erhabenen Berufung der Heiligen gelten, worum es hauptsächlich geht.“ (Jonathan Edwards, Religious Affections, S. 306 – 307; zitiert aus: Iain H. Murray, Jonathan Edwards – Ein Lehrer der Gnade und die große Erweckung, CLV, S. 342 - 343)

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