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Dienstag, 4. April 2017

Ungesammelte Werke.

Manche machen am Jahresende oder -anfang einen Rückblick auf das bereits Vollbrachte. Ich bin kein Jahreswechselfreund, deshalb mache ich das oft nicht. Manchmal auch gar nicht – für eine längere Weile. Nun ja, zumindest Langeweile kenne ich keine. Aber von Zeit zu Zeit ist ein Rückblick und Ausblick gut. Dafür gibt es den siebten Tag. Dann kann man auf das in der Woche vollbrachte Werk zurückblicken und sich daran erfreuen. Bei mir kommt das oft zu kurz. Deshalb will ich jetzt einen Moment innehalten und einen Blick auf meine zahlreichen Blogs, Artikel, Auseinandersetzungen, Rezensionen und sonstigen digitalen, frei verfügbaren Inhalte werfen. Anlass dazu gab mir das Erstellen meines neusten „Blogs“ zum Thema „Pfad-finden“ (Link s.u.). Dabei habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich diese verschiedenen Quellen mal in aller Kürze zusammenfassen kann.

Blogs waren (und sind es in vielen Fällen immer noch) online gehaltene Tagebücher, die fortlaufend ergänzt werden. Meinen ersten Blog hatte ich 2004 aufgesetzt, primär um mir mit dem damaligen Joomla!-Vorläufer „Mambo“ die Hintergründe des Internets anzueignen – bereits als kleiner Junge wollte ich schon immer bei allem hinter die Kulissen blicken können. Von 2004 – 2009 gab es zahlreiche Versuche in der Welt von HTML, CSS, PHP und verschiedensten Content Management Systemen. Von alledem ist nichts mehr übrig geblieben, denn das Internet ist ein ewig-flüchtiges Medium, von dem meist nur das „ewig“ wird, was man lieber verschwinden lassen würde.

2010 habe ich dann Blogspot (Blogger.com) entdeckt und nutze diese Möglichkeit seit Januar 2011 regelmäßig. Für mich sind Blogs weniger ein regelmäßig geführtes und persönlich gehaltenes Tagebuch, sondern mehr ein öffentlich zugänglicher digitaler Ordner mit Aufschrift und bestimmten Inhalten. Das Bloggen hilft mir, Gedanken so weit denken zu müssen, dass ich fähig werde, sie für Leser verständlich zu formulieren. Zugleich gibt es auch immer wieder Feedback, und auch das hilft mir, zu lernen, noch besser zu denken und zu schreiben. Außerdem weiß ich, dass viele Leser vom Geschriebenen profitieren, und das wiederum spornt mich zum weiteren Schreiben an. Im Folgenden verlinke ich einige Orte, an welchen meine Texte zu finden sind, und kommentiere sie kurz.

Dieser Blog hier (http://jonaserne.blogspot.com/) ist mein Hauptblog. Hier kommen viele noch unfertige Gedanken, aber auch Buchvorstellungen, Gedichte und vieles mehr rein, was mich beschäftigt.

Dann habe ich im Dezember 2014 einen Zweitblog (https://glaubenverstehen.blogspot.de/) begonnen, in welchem ich versuche, den Lesern zu helfen, den christlichen Glauben zu verstehen und verständlich zu machen. Dieser Blog hat eine Facebook-Seite. Für diese Seite sind auch gezielte Fragen erwünscht, die die Leser beschäftigen.

Nachdem ich auf meinem Hauptblog ein paar Mal für Verwirrung gesorgt habe, weil ich satirische Inhalte gepostet habe, entschloss ich mich, solche Inhalte auf eine mehr oder weniger klar so bezeichnete Seite auszulagern (https://babylongruesst.blogspot.de/)

Im Januar diesen Jahres ist wieder ein neuer Blog hinzugekommen (https://medienroman.blogspot.de/), in welchem ich einen Roman über eine Familie schreibe, welche beginnt, die Medien und deren Wirkung auf uns Menschen zu entdecken. Hier habe ich gemerkt, dass ich mich noch tiefer mit der Materie befassen muss, aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich bleibe dran!

Und nun ist zum Beginn des April (nein, kein April-Scherz) auch noch ein Projekt entstanden, in welchem ich mein Wissen über verschiedene Techniken der Pfadfinderei weitergeben möchte (http://pfad-finden.blogspot.com/) Auch hierzu gibt es eine Seite auf Facebook.

Daneben gibt es auch externe Seiten, auf welchen Inhalte aus meiner Feder (sorry, eher Tastatur) veröffentlicht wurden.

Auf Daily-Message sind schon einige Andachten erschienen (Link)

Etwas ausführlichere Texte gibt es auch auf Academia.edu (Link)

Hier geht es zu meinen Bücher-Regalen auf Goodreads (Link)

Und zu meinen Amazon-Rezensionen (Link) Diese dürfen natürlich auch bewertet und kommentiert werden.

In den asozialen Medien bin ich auf Facebook, Twitter und Google+ anzutreffen.

Ein paar meiner Gedichte sind hier in der Gedichte-Oase zu finden (Link) und wer davon noch nicht genug hat, darf hier auch noch schauen (bloginterner Link)


Freitag, 15. Januar 2016

Gedichte aus zehn Jahren

Da ich schon öfters danach gefragt wurde, habe ich mich dazu entschlossen, eine Anzahl von Gedichten, die ich im Laufe der vergangenen zehn Jahren geschrieben habe, in einer Sammlung zusammenzustellen und hochzuladen. Hier ist sie nun zu finden:


Die Sammlung darf gern gespeichert oder direkt verlinkt werden. Bevor einzelne davon gebraucht werden, wäre ich um eine Mitteilung dankbar. Im Normalfall dürfte die Erlaubnis kein Hindernis darstellen.


Freitag, 5. Dezember 2014

Jona – ein kleiner Mann mit einem großen Gott


„Aaah, der Typ mit dem großen Fisch!“ So strahlten mich häufig die Menschen an, wenn ich mich ihnen als „Jonas“ vorstellte. Eine Weile war das für mich der Horror – verband ich doch mit dieser Gestalt des Propheten Jona zwei andere Dinge: Ein Mann, der vor Gott wegläuft – und ein Mann, der Gott Vorwürfe macht, Er sei zu gnädig und barmherzig. Nach langer Zeit des Lesens und Forschens im Buch Jona bin ich auf weitere Schwerpunkte gestoßen: Jona war vor allem ein ganz normaler Mensch – ein einfacher, kleiner Mann mit einem großen Gott. Und noch eines mehr: Ein Prediger, der eine riesige Erweckung auslöste. Wohl die größte Erweckung der Weltgeschichte. Wer könnte von sich behaupten, dass aufgrund einer einzigen Predigt auf einen Schlag über 120'000 Menschen zum Glauben gekommen seien? Im Rahmen meiner Auseinandersetzung mit diesem biblischen Propheten ist folgendes Gedicht entstanden.

1. Flucht
Einst redete zu Jona schon,
das war des Amittaiens Sohn,
der Herr des Himmels und trug ihm auf:
„Geh hin, jetzt mach dich auf und lauf
nach Ninive, der großen Stadt!
Nimm vor den Mund auch ja kein Blatt!
Ihr Tun ist stetig ungerecht;
sie übertreffen sich an dem, was schlecht
und böse ist vor Mir!“ Da geht
der Jona hin und steht
am Hafen Japho, sucht ein Schiff,
noch ehe man's genau begriff,
schon ist er weg, gen Tarsis hin.
Ist's jetzt schon aus vor dem Beginn?
Doch der Herr ist nicht am Ende;
Er fängt erst an und bringt behende
einen großen Sturm aufs Meer –
das Boot, es rüttelt und schüttelt sehr.
Da werden auch die Heiden fromm,
nur Jona nicht, denn er erklomm
ein Bett im unteren Schiffe
als ob er all das nicht begriffe.
Der Wogen Macht lässt süß ihn träumen
und während oben Wellen schäumen,
liegt er und ruht sich friedlich aus,
als wäre er im Bett zu Haus.
Der Kapitän will's nicht begreifen;
er tritt zu ihm, kann nicht verkneifen,
den Schlafenden zu wecken:
„Mein guter Mann, willst dich verstecken?
Nun los, ruf deine Götter an!“
Die Mannschaft machte sich sodann
ans Werk und machte Lose,
zu finden, wer für das Getose
die Verantwortung muss tragen:
Wen es trifft, geht’s an den Kragen.
Das Los – wie könnt es anders sein? –
fiel auf Jona ganz allein.
Die Seeleut wollten es nun wissen:
Hat dieser Typ uns doch beschissen?
Und einer rief: „Was soll'n wir tun,
damit die See wird wieder ruhn?“
„Werft mich“, sprach Jona, „doch hinein;
der Sturm soll nicht eu'r Ende sein!“
Doch mehr und mehr stieg an das Brausen,
ließ das Schiff von Welle zu Welle sausen.
Doch endlich packten sie Jona dort
und warfen ihn – Mann über Bord! –
ins wogenwütende Meer hinein.
Doch horch! – das kann doch gar nicht sein?
Der Sturm lässt nach, das Meer gestillt.
Ein Wunder! Nun sind die Seeleut gewillt,
dem Herrn von Himmel und Erde zu danken,
der Ruhe schenkt unter ihren Planken.

2. Rettung
Um Jona aus dem Meer zu retten,
sandte Gott einen dicken, fetten,
riesigen Fisch, der ihn sollte verspeisen,
um dann mit ihm ans Ufer zu reisen.
Auch Jona war dankbar dem Herrn:
„Ich rief und Du hörtest von fern!
Du rettetest mich vor dem Untergehen,
ich konnte den Tod schon vor mir sehen!
Mitten ins Meer sank ich hinunter
doch siehe, jetzt bin ich fit und munter!
Und wo mich das Seegras schon umgab,
da holtest Du mich aus dem Grab.
Ich schrie zu Dir – und mein Gebet
kam an, dort wo Dein Tempel steht.
Nun werd ich tun, was immer Du willst,
der Du die Stürme sendest und stillst.
Ich will den Menschen erzählen gern:
Die Rettung kommt allein vom Herrn!“
Nach drei Tagen war'n sie am Meeresrand,
der Fisch spie Jona nun an Land.

3. Erweckung
Und wieder kam ihm Gottes Wort:
„Nun los, mach dich auf von diesem Ort,
lauf nach Ninive hinein!“
Da machte sich Jona ganz allein
auf den Weg in die große Stadt,
die Gottes Zorn erreget hat.
Einen Tag lief er in die Stadt hinein
und rief: „Nur 40 Tage noch wird Ninive sein!“
Und die es hörten, glaubten sodann
an Gottes Wort und machten sich dran,
in ihre Häuser zu hasten,
suchten Sacktuch, begannen Fasten.
Auch der König der Stadt tat Buße.
Er ließ ausrufen mit königlichem Gruße:
„Jeder soll Sacktuch tragen, fasten, beten,
keiner den Weg des Unrechts betreten.
Vielleicht ist Gott noch umzustimmen,
wenn wir aufhören mit allem Schlimmen,
um Ihn zu suchen!“ Gott sah ihre Taten
und wusste: Die sind gut beraten!
Die Stadt, sie blieb noch länger bestehen:
Gott hat sie mit Gnade angesehen.

4. Zurechtweisung
Doch Jona konnte sich nicht freuen:
wie konnte Gott nur jenes gereuen?
Er wurde wütend, begann zu beten:
„Drum wollt ich Ninive nicht betreten!
Ich wusste doch um Deine Gnade,
dass Du es findest viel zu schade,
unsere Feinde zu zerstören.
Deshalb wollt ich nicht auf Dich hören.
Nun nimm mein Leben, lieber sterben,
als dies zu beichten meinen Erben.“
Und wieder machte sich Jona auf,
baute östlich der Stadt eine Hütte auf,
um aus der Nähe anzusehen,
was mit Ninive werde geschehen.
Da, sieh! Ein kleines Pflänzchen kommt hervor!
Wächst über Jonas Kopf empor.
Ein Rizinus, ein Schattenspender,
auf dass sich Jonas Zorn veränder'.
Und Jona freut sich: Ein Himmelszeichen!
Doch tags drauf schon muss es weichen.
Ein Wurm, am Morgen angekrochen,
hat den Rizinus gestochen.
Da heiß der Wind von Osten bläst,
fühlt sich Jona ganz verjäst.
Er hat schon wieder neue Wut:
Das mit dem Rizinus war nicht gut!
Da sprach der Herr: „Du zürnst mir nun?
Was hattest du am Strauch zu tun?
Macht dir die arme Pflanze Schmerzen?
Sollt ich da nicht von ganzem Herzen
der großen Stadt nur Gutes wollen?
Du siehst: Kein Grund hat all dein Grollen!
Sind hundertzwanzigtausend Leute
nicht mehr Wert als dein Rizinus heute?“

4.12.2014; Jonas Erne



Samstag, 2. November 2013

Gedicht zum Herbst

Herbst

Nebel ziehen in die Felder
Düster, grau wirkt alles Licht
Kaum ein Strahl dringt in die Wälder
Lange Nacht bis Tag anbricht

Die letzte Hoffnung scheint verschwunden
Unauffindbar, gut versteckt
Gut verschnürt und angebunden
Vergraben und mit Stein bedeckt

Es fallen nun der Bäume Blätter
Sanft und leis rot-brauner Schnee
Bäume schütteln die Skeletter
Es knarrt und knackst: Sommer ade!

Auch sammeln sich schon jetzt die Wandrer
Die Stimmung sieht nach Aufbruch aus
Der Wind, der bläst, ist jetzt ein andrer
Mensch, zieh dich zurück ins Haus!

Oh, Wehmut, nach Sonne schrei ich nun
Im Sommer wünscht' ich mir die Kälte
Nach Wärme ist es mir zu tun
Ins feste Haus, bau ab die Zelte!

Wohin des Wegs, du Wandrersmann?
Willst jetzt dein Ziel erreichen?
Komm rein, und zieh dich wärmer an
Sonst musst du gar erbleichen!

Doch stetig auf das Ziel gerichtet
Geht es den schmalen Grat entlang
Denn selbst, wo Schnee und Eis geschichtet
Führt meines Herrn Stimme Klang.

07. 09. 2005; Jonas Erne

Dienstag, 9. April 2013

Psalm 5

Psalm 5 (Gedicht)

Die Info an den Lobpreisleiter:
für die Flöte, Davidspsalm, weiter.
Höre, o HERR, Du mein Flehen,
mögest meine Gedanken sehen.
Achte, mein König, doch auf die Stimme meiner Worte
mein Gott, zu Dir kommt mein Bitten an diesem Orte.
HERR, in der Frühe mögest Du meiner Worte lauschen,
früh bin ich da für Dich, mich mit Dir auszutauschen.
Denn Du bist kein Gott, der Freude hat an Sündern,
noch mit dem Bösen Zeit verbringt und allen seinen Kindern.
Die Toren sollen kein' Moment nur Deine Größe sehen,
wer Böses tut, ist Dir verhasst, kann nicht vor Dir bestehen.
Du wirst sie zerstören, die Lügenworte sagen,
die Mörder und Verführer wirst Du, HERR, nicht ertragen.
Doch ich werde in Deiner Gnade Herrlichkeit
kommen in Dein Haus und sein in Ewigkeit.
Im Tempel Deiner Herrlichkeit werd ich vor Dir niederfallen
in Gottesfurcht soll all mein Lobpreis ewig Dir erschallen.
HERR, leite mich in Deiner Gerechtigkeit wegen meiner Gegner
und ebne Deinen Weg vor meinem Angesicht vor meinem Kläger
Denn in ihrem Wort ist Wahrhaftigkeit nicht, und
ihr Inneres ist Sünde, ein offenes Grab ihr Mund
gespalten ihre Zunge.
Lass sie zugrunde gehen, Gott, lass sie stolpern und fallen
über ihre eigenen Ratschlüsse, die ihnen gefallen,
wirf sie hinaus in der Menge ihrer Übertretung,
denn sie fordern Dich heraus.
Doch lass sich alle jene freuen, die hoffen auf Dich für immer
dass sie freudig wissen: Du bist Beschützer und Bestimmer!
Denn Du, HERR, wirst segnen den Gerechten,
und umgibst ihn wie der Schild seiner Rechten.

(frei nach Psalm 5)

08.04.2013, Jonas Erne

Freitag, 5. April 2013

Psalm 4

Psalm 4 (Gedicht)

An den Leiter der Gesänge:
Ein Davidspsalm für Saitenklänge.
Antworte, Herr, doch auf mein Schreien,
Du Gott meiner Gerechtigkeit wirst mich befreien!
Du hast mir Platz gemacht in großer Enge!
Schenk mir doch Gnade und höre die Klänge
meines Schreis.
Ihr Söhne von Menschen, bis wann muss ich sehen,
euch meine Ehre in Schande verdrehen?
Ihr liebt das Wertlose, verlangt nach Lügen,
nach Dingen, die euch um euer Leben betrügen.
Pause
So erkennet doch das Wirken des HERRN,
wie Er Sich sondert den Gottfürchtigen gern
Der HERR wird mein Rufen hören.
Lasst eure Selbstgerechtigkeit stören,
zitternd, doch ohne zu tun die Sünden,
und redend in euren Herzensgründen,
auf euren Liegeplätzen in Stille.
Pause
Opfert Opfer, die ehrlich sind,
und vertraut auf den HERRN ganz blind
Viele sagen: Wer wird Gutes uns zeigen?
Mögest doch Du Dein Angesicht neigen,
und Dein Licht, HERR, auf uns lassen fallen,
so wird Dir, HERR, unser Lob erschallen
Du hast mir Freude in mein Herz getan
mehr, als wenn sich das Korn bricht Bahn
und wenn der Wein wird viel.
In Frieden leg ich hin mich still
und schlafe in Ruhe ein,
denn Du, mein HERR, wirst mit mir sein,
lässt geschützt mich bei Dir wohnen,
so wirst mein Vertrauen Du lohnen.

(frei nach Psalm 4)

04. 04. 2013, Jonas Erne

Dienstag, 2. April 2013

Psalm 3

Psalm 3 (Gedicht)

Ein Lied von David, der auf seiner Flucht
vor Abschalom, seinem Sohn, die Rettung sucht.
HERR, wie groß ist meiner Feinde Zahl,
viele steh'n gegen mich auf zu meiner Qual.
Von meiner Seele sagen viele in ihrem Spott,
sie habe keine Rettung bei meinem Gott.
Pause.
Doch Du, HERR, bist ein Schild um mich her,
meine Ehre, meines Haupts Erheber mehr.
Meine Stimme ruft laut meinem HERRN,
Der vom heil'gen Berg antwortet gern.
Pause.
Ich legte mich nieder, schlief ein und stand auf,
denn der HERR stützt mich und hält meinen Lauf.
Nicht fürchte ich zehntausend wütend' Soldaten,
die um mich herum lagernd rühmen ihre Taten.
Erhebe Dich, HERR, errett' mich, mein Gott!
Denn Du hast geschlagen in ihrem Komplott
auf die Kinnbacke alle meiner Feinde Zahl,
der Gottlosen Zähne zerschmettert in Qual.
Dem HERRN gehört die Rettung alle Zeit!
Dein Segen Deinem Volke stets bereit!
Pause.

(frei nach Psalm 3)

02.04.2013, Jonas Erne

Mittwoch, 14. November 2012

Was ist der Mensch?

Was ist der Mensch?

Was ist der Mensch,
dass seiner Du gedenkst?
Und dass Du liebevoll
seine Schritte lenkst?
Dass Du voll Lieb' und Treue
jeden Tag aufs Neue
voll Güte ihn beschenkst?

Was ist der Mensch,
dass Du im Leiden
am Stamm des Kreuzes
so bescheiden
für ihn hast Qual ertragen
für ihn Dich ließest schlagen,
um ihn zu kleiden.

Was ist der Mensch,
dass Du ihn liebst,
und dass Du Sünde
ihm gern vergibst.
Damit er ewig könne droben
Dich mit seiner Stimme loben
wie Du beschriebst.

Was ist der Mensch,
dass Du ihn willst,
in seinem Innern
die Stürme stillst,
Du willst gebrauchen ihn so gerne,
auf dass er von Dir Liebe lerne,
mit der Du füllst.

14.11.2012
Jonas Erne

Dienstag, 4. September 2012

Psalm 51

Psalm 51 (Gedicht)

An den Leiter der Gesänge:
Ein Psalm Davids. Von der Strenge
seiner Sünde. Als dem König
wurde klar, dass er nicht wenig
hat gesündigt und gefehlt,
so hat die Schuld er nicht verhehlt.
Dies war, als Nathan, sein Berater
zu ihm kam, und zwar in privater
Audienz um ihm zu sagen,
dass sein sexuell Betragen
an Batseba und sein Mord
zum HERRN geschrien in einem fort.

O Gott, ich brauche Deine Gnaden,
wie sehr bin ich mit Schuld beladen.
Gemäß Deiner Güte lösche aus meine Sünden,
lass sie im tiefsten Meere verschwinden.
Meine Übertretungen, nimm sie hinweg von mir,
und mach mich wieder ganz sauber vor Dir.
Wasche mich rein von all meiner Schuld,
und reinige mich in Deiner Geduld.
Denn meine Übertretungen erkenne ich an:
Wie viel Leid ich damit Dir habe getan.
Immer sehe ich meine Sünde vor mir stehen,
was ich auch tue, sie will nicht von mir gehen.

An Dir allein, HERR, hab ich gesündigt,
habe getan, was Du mir durch Nathan verkündigt.
Ich tat, was ist böse in Deinen Augen,
ich sehe, dass Sünden wirklich nichts taugen.
Wenn Du sprichst, Herr, so bist Du immer im Recht,
und wenn Du richtest, so bist Du gerecht.
Siehe, HERR, in Schuld bin ich geboren,
ohne Deine Güte und Gnad' verloren.
Siehe, in Sünde wurde ich empfangen
von meiner Mutter, in Sünde nun gefangen
Siehe, nach Wahrheit steht Dein Verlangen,
Wahrheit im Innersten, das lässt mich bangen.

HERR, lass mich erkennen, was weise,
sag es mir im Verborgenen leise.
Reinige mich, HERR, von meinen Taten,
mit Ysop, der Du mich hast beraten.
Wasche mich, HERR, mit allem Fleiß,
damit wie Schnee ich werde weiß.
Lass mich hören Freudenschrei,
Jubel und noch mehr dabei,
damit meine zerschlagenen Glieder
in Jubel singen Dir Lieder.
Verbirg vor allen meinen Sünden,
HERR, Dein Angesicht, lass finden

mich in Deinen Augen Gnaden,
und lösche aus die Missetaten.
Ein reines Herz erschaffe mir
o Gott und einen Geist, der Dir
von Neuem fest will bleiben,
mein Inn'res zu Dir treiben.
O HERR, ich bitt': Verwirf mich nicht
von Deinem teuren Angesicht.
Und den Geist Deiner Heiligkeit:
nimm Ihn nicht von mir im Streit.

Gib mir doch wieder die Freude am Heil,
das Du mir schenkst, damit ich verteil
diese Freude. Und mache mich fest
mit dem Geist, der sich auf Dich verlässt.
Ich will lehren die Rebellen Deine Wege,
auf dass sich der Sünder zu Dir bewege
und umkehrt von all seinem Tun,
damit er in Dir möge ruhn.
Errette mich doch vor des Blutes Schuld,
Du bist mein Gott des Heils, voll Geduld.
Meine Zunge soll loben Gerechtigkeit Dein
bis jubelnd fällt ein mein ganzes Gebein.

Mein Herr, tue mir meine Lippen weit auf
und mein Mund soll Dich loben von innen herauf.
Denn Dir geht es nicht um die Opfer von Tieren,
sonst würde ich gerne meinen Stall zu Dir führen,
auch der Rauch von den Opfern kann Dir nicht gefallen,
von den Tieren willst Du weder Fleisch noch die Krallen.
Es gibt nur ein Opfer, das Dir wohl gefällt,
und wer dies bringt, um den ist's wohl bestellt.
Wer zerbrochenen Geistes und verwundet am Herzen
zu Dir kommt, um bei Dir zu stillen die Schmerzen,
wer seine Sünde erkennt und sich rein macht bei Dir,
den wirst nicht verachten, sondern öffnest die Tür.

Tue Gutes an Zion gemäß Deiner Gnade,
und baue Jerusalems Mauern gerade.
Denn dann erst wirst haben Du Dein Gefallen
an den Opfern der Gerechtigkeit, an allen.
An Brandopfern und Ganzopfern, an all den Tieren,
die man auf Deinem Altar wird opfern, den Stieren.

(frei nach Psalm 51)

04.09.2012, Jonas Erne

Mittwoch, 29. August 2012

Psalm 15

Psalm 15 (Gedicht)

Ein Psalm, den David hat geschrieben,
der König, der Gott ist treu geblieben.
HERR, so fragt er, wer darf wohnen,
wen willst Du, HERR, damit belohnen,
in Deinem Zelt? Auf Deiner Heiligkeit
Berg sich niederlassen Deiner Herrlichkeit?

Wer nun geht den Weg der Wahrheit,
der Ehrlichkeit und aller Klarheit.
Und wer handelt nach gerechtem Sinn,
der ist bei Dir und macht Gewinn.
Und wer die Wahrheit sagt von Herzen,
und mag sie manchmal auch sehr schmerzen.

Wer keine Verleumdung trägt in seinem Munde,
auf seiner Zunge, die machen schnell die Runde.
Wer nicht Übles zufügt dem Nächsten daneben,
wer dem Mitmenschen nicht verdirbt das Leben.
Und wer dem Bruder nicht Schande muss bringen,
sondern vielmehr sich selbst darin kann bezwingen.

Wer denjenigen, der Gottes Willen verachtet
in seinen Augen als verwerflich betrachtet.
Und wer denjenigen mit Ehre bedenkt,
der sich gottesfürchtig Jahwe schenkt.
Wer seinen Schwur nicht nimmt zurück,
auch wenn er mehr Schaden bringt als Glück.

Wer für sein Geld nicht hohe Zinsen nimmt,
wer gegen solche Unterdrückung stimmt,
und wer nicht nimmt Bestechung an,
noch unrecht hilft, wo er nur kann.
Wer solches tut, der wird nicht stürzen,
noch wird ewig etwas den Segen kürzen.

(frei nach Psalm 15)

28. 08. 2012, Jonas Erne

Dienstag, 28. August 2012

Psalm 139

Psalm 139 (Gedicht)

Eine Info an den Lobpreisleiter zu Beginn:
Dies Lied hat David geschrieben, im Sinn
dem HERRN zu danken und Ihn zu loben:
HERR, Du kennst mich, von unten bis oben!
Du erforschst all mein Denken, Reden und Tun,
auch meine Zukunft ist Dir offen im Nun!

Du, HERR, siehst mein Tun und Lassen,
all mein Lieben, all mein Hassen,
weißt, ob ich sitze oder stehe,
wo ich bleibe, wo ich gehe.
Was ich fühle, was ich denke,
erkennst, wem ich Beachtung schenke.

Du siehst meinen Weg, den ich beschreite,
mein Hinlegen, zum Schlafe ich mich bereite,
beobachtest Du und siehst, wohin ich mich lege
erkennst auch mein Gehen und all meine Wege,
die je ich betreten und habe begangen,
fühlst mit mir mit, meine Ängste, mein Bangen.

Denn kein Wort war je auf meiner Zunge verborgen
vor Dir, und in meinen Gedanken jedwede Sorgen,
die Du nicht gekannt und gewusst noch vor mir.
O HERR, wie wunderbar ist das Leben mit Dir!
Nichts tritt auf meine Lippen, das Du nicht gekannt,
und dennoch bin ich nicht von Dir weg verbannt!

Von hinten und von vorn umgibst Du mich,
hältst mich fest, HERR, dafür liebe ich Dich!
Deine Hand hast Du um mich gelegt, meine Füße
stehn auf Dir als Fundament, deshalb schließe
mich ganz ein in Dich und Deine ewige Treue,
Dein Segen ist auf mir, dessen ich mich erfreue.

Zu wunderbar ist die Erkenntnis,
es fehlt zum Erfassen das Verständnis.
Das Wissen um all Dein Vermögen,
denn Deiner Macht steht nichts entgegen.
Zu hoch ist mir, dies zu verstehen,
und doch hast Du mich ausersehen.

Wohin könnte ich denn gehen vor Deinem Geist?
Wohin vor Dir, der Du doch alles weißt?
Wollte ich fliehen vor Dir, HERR, wohin?
Wer kann mich verbergen vor Deinem Sinn?
Vor Deinem Angesicht kann ich nicht verschwinden,
denn immer werde ich mich vor Dir befinden.

Wenn ich ins Weltall flöge, auf einen Planeten,
einen Stern, Meteoriten oder einen Kometen:
Der ganze Himmel steht vor Dir ganz offen,
auch dort wär ich überall auf Dich getroffen.
Legte ich mich ins Totenreich, den Scheol, hinein:
siehe, auch da wird Deine Gegenwart sein.

Würde ich Flügel des Morgens erheben,
in der Frühe des Taus am Meeresufer leben,
wenn ich mit Flügeln des Windes flöge,
ans äußerste Gestade der Wasser hinzöge,
wenn ich dort bliebe, um einsam zu bleiben,
um Deine Gegenwart von mir zu vertreiben,

so würde dennoch Deine liebende Hand
mich festhalten, selbst in fernstem Land.
Und bei Dir halten, ja, zu Dir führen,
mich festhalten, um mich nie zu verlieren,
würde Deine Rechte, ausgestreckt zu mir,
denn so lange ich bin, gehöre ich Dir.

Wenn ich nun spräche, um mich zu verstecken:
Finsternis möge meinen Körper verdecken;
keiner soll mich sehn in dieser Welt,
verborgen zu sein, ist, was mir gefällt,
ja, Nacht soll es werden rings um mich her!
Wäre denn dieses Dunkel zu schwer?

Doch Finsternis verfinstert Deine Augen nicht,
vielmehr ist Dunkel nicht dunkler als Licht.
Denn sei es bei Nacht oder sei es bei Tage,
für Dich ist's dasselbe, das ist keine Frage.
Für Dich, o HERR, ist der Tag wie die Nacht:
Beide sind nicht um das Licht gebracht.

Denn Du hast geschaffen zu Deinem Besitze
tief in mir drin meine Nieren zur Stütze,
hast sie fein säuberlich geformt und gepflegt,
in meiner Mutter Leib mich geschützt und gehegt,
damit mir kein Übel dieser Welt mag begegnen,
hörst nicht auf, mich mit Gutem zu segnen.

Dafür, dass Du mich so wunderbar gemacht
und in mir ein wunderbares Werk hast vollbracht,
dafür will ich Dir danken, Dich loben,
mein HERR, der Du bist im Himmel droben.
Wundervoll sind all Deine Werke und Befehle,
dies weiß meine von Dir geliebte Seele.

Nicht versteckt vor Dir war mein
im Verborgenen geschaffnes Sein,
das Du, o HERR, hast wohl gemacht
und ganz genial Dir ausgedacht.
Du hast es im Versteck gewoben,
und dies so gut, ich will Dich loben.

Als meine Form noch unperfekt
im Mutterleibe war versteckt,
da sahen Deine Augen mich an
und in Deinem Buch war dann
bereits die Tage eingetragen,
als noch keiner war von jenen Tagen.

Und für mich – wie wertvoll sind
Deine Gedanken für mich, Dein Kind!
O Gott, wie groß ist ihre Zahl,
viel mehr als aller Sonnen Strahl!
Viel mehr als Wellen an Meeres Strand
und aller Sterne an Himmels Band.

Wollt ich sie zählen, sie schreiben mir auf,
so wären sie alle mit'nander zuhauf
viel mehr als der Meeresufer ist Sand,
auch mehr als die Länge der Himmel Rand.
Und wache ich auf, so bin ich bei Dir,
Du hast mich gehalten, bliebst immer bei mir.

O dass Du, Gott, den gottlosen Leuten
das Leben zertrenntest, die nie es bereuten,
vor Dir in Sünde und Stolz zu leben,
nach eitlem Egoismus zu streben,
dass die Blutgierigen müssen mir weichen,
statt ihr Ziel an mir zu erreichen.

Denn sie sind es, die herausfordernd sagen:
Was sollen wir nach diesem Gott denn fragen?
Voll Arglist und Bosheit rotten sie sich zusammen:
Unsrer sind viele, wer will uns verdammen?
So erheben sie ihre Hände zum Lügen,
und sehen zu, dass sie jeden betrügen.

Sollte ich denn etwa nicht
hassen alle, die nun schlicht
und ergreifend meinen HERRN
hassen, anstatt dass sie gern
dienen? Ist verabscheun verwegner
die sich zeigen als Deine Gegner?

Mit Hass, der nun nicht könnte mehr
sein, so hasse ich sie, HERR,
mit vollkommen starkem Hass,
auf den immer ist Verlass,
zu Feinden sind sie mir geworden,
die Dich befeinden, allerorten.

Durchsuche mich, Gott, darum bitte ich Dich,
lüfte jeden Schleier, schau tief in mich,
wie es um mich steht, was mein Herz bewegt,
wonach es verlangt, bei was es sich regt,
prüfe mich, HERR, denn Du siehst aufs Herz,
Du kennst mich, weißt jeden Schmerz.

Und sieh, HERR, welchen Weg ich will gehen,
ob meine Pfade vor Dir, HERR, bestehen,
wenn Du mich siehst weichen auf üblen Pfad,
so lasse mich wissen Deinen guten Rat
und führe mich, HERR, mein höchstes Gebet,
auf dem Weg der Ewigkeit, der immer besteht.

(frei nach Psalm 139)

27.08.2012, Jonas Erne

Montag, 27. August 2012

Psalm 91

Psalm 91 (Gedicht)

Wer unter dem Schutz des Höchsten lebt,
im Schatten Schaddais nach Sicherheit strebt,
wird sagen zu Jahwe: Mein Rückzug, mein' Feste
mein Gott, Dir vertrau ich aufs Allerbeste!
Denn Er wird dich schützen vor Vogelfängers Fallen,
zerstörender Pest sollst du nicht anheimfallen.
Mit Seinem Flügel wird Er dich sicher bedecken,
Unter Seiner Schwingen Schild kannst du dich verstecken.

Du sollst nun nicht fürchten den Schrecken der Nacht,
noch den Speer, des Tages zum Fliegen gebracht
noch vor der Pest, die im Dunkel umher geht
noch vor der Zerstörung, die mittags im Raum steht.
Nun mögen tausend an deiner Seite fallen, zur Rechten
dir Zehntausend, doch dir nahn sie nicht, die Schlechten.
Nur mit den Augen siehst du zu, wie sie fallen,
die Vergeltung an Gottlosen, ihre Schreie schallen.

Denn du hast den HERRN zu deiner Wohnung gemacht,
meine Hoffnung ist Er, der Allerhöchste, an Ihn gedacht.
Kein Übel soll dich auf deinen Wegen bangen,
noch eine Plage sich deinem Zelte gelangen.
Denn für dich hat Er Seine Engel als Boten
zum Schutz auf all deinen Wegen aufgeboten.
Sie sollen dich auf ihren Händen tragen
damit kein Stein deinen Fuß kann verzagen

Auf Löwen und Ottern wirst gefahrlos du gehen,
zermalmen wirst du Junglöwen und Drachen im Stehen.
Weil er an Mir klammert, will Ich ihn beschützen,
weil er Meinen Namen kennt, für immer ihn stützen.
Schreit er zu Mir, will Ich sein Rufen erhören,
in Not bin Ich da, rette und bringe ihn zu Ehren.
Mit Länge des Lebens will Ich ihn erfüllen
und mit Meiner Rettung seine Sehnsucht stillen.

(frei nach Psalm 91)

26.08.2012, Jonas Erne

Freitag, 24. August 2012

Psalm 23

Psalm 23 (Gedicht)

Dies Lied hat der König David geschrieben,
der als Jüngling bei Vaters Schafen geblieben.
Er weiß, wovon er spricht, wenn er sagt:
Der HERR ist mein Hirte, ganz unverzagt
will ich Ihm folgen, wohin Er auch geht,
denn ich bin versorgt, wo immer Er steht.

Die Weide ist grün, das Gras voller Saft
wo Er mich hinführt, Sein Wort gibt mir Kraft.
Und wenn ich dürste nach Wasser und mehr:
Bei Ihm ist genug, deshalb komm doch auch her.
Zu ruhigen Bächen und stillem Gewässer
führt Er mich hin, da geht es mir besser.

Meiner Seele nimmt Er Sich bestens an:
Er erfrischt sie und liebt sie, bis Er sie gewann.
Auf richtigem Wege führt Er sie nun
und zeigt ihr das Beste, was sie kann tun:
Sich auf Ihn zu verlassen, weil Er es versprach,
in Seinem Namen, und Er kennt Sein Fach.

Selbst wenn ich zuweilen mich fühle verlassen:
Im Dunkel, allein, in Todesschatten Gassen,
im Tal der Finsternis, bist Du doch bei mir.
Kein Unglück kann mich vertreiben von hier,
an Deiner Seite, Dein Trost ist gewiss
Dein Stecken und Stab pariert jeden Biss.

Einen Tisch der Gemeinschaft machst Du mir bereit,
ein Festmahl für mich, den Du hast befreit
im Angesicht derer, die Böses mir wollen
auch das Haupt hast du mir – und mögen sie schmollen -
mit Öl gesalbt und reichst mir die Tasse
die überfließt des Weins von göttlicher Klasse.

So wird die Freude nun ewig sein mein,
die Güte, die Gnade was Gutes mag sein,
sie folgen für immer wohin ich auch geh,
denn Du bist bei mir, wo ich auch stehe.
Und so will ich nun im Hause des HERRN
mein Leben lang bleiben und dienen Ihm gern.

(frei nach Psalm 23)

24. 08. 2012, Jonas Erne

Donnerstag, 23. August 2012

Psalm 2

Psalm 2 (Gedicht)

Warum nur toben die Völker der Heiden?
Warum nehmen sie sich so unbescheiden
heraus, den HERRN herauszufordern?
Sich selbst an Seinen Platz zu beordern?
Warum nur denken die Völker sich
nutzlos Böses, und das wissentlich?

Die Mächtigen stehen auf gegen Gott,
sie haben im Munde nur Übles und Spott.
Sie planen gemeinsam in einem fort
und haben dabei kein gutes Wort
gegen den HERRN, den himmlischen König
und den Messias, das kümmert sie wenig:

„Lasst uns gemeinsam, vereint in der Stärke
voranschreiten zu dem größten Werke:
Die Fesseln der Himmel zu zerstören,
uns zu befreien, uns selbst zu gehören.
Lasst uns zerreißen die göttlichen Strick'
Selbst in die Hand nehmen irdisch' Geschick!“

Doch Gott im Himmel auf dem Thron
hat für sie nur Spott und Hohn.
Sie wollen selbstbestimmt nun leben,
doch wer kann anders dieses geben?
Als nur der Eine, Der nun lacht -
hat Er doch alles wohl gemacht!

Sodann spricht Er zu ihnen im Zorn,
waren doch sie es, die alles verlorn
in Zornes weißer Glut spricht Er
und jagt sie in ihrem Schreck einher
sie schaudern und sie zagen
als ob ägypt'scher Plagen.

„Und Ich“, so spricht der HERR im Grimm,
die Berge erzittern ob Seiner Stimm'
„Ich hab den König eingesetzt,
Er wird herrschen bis zu Letzt
auf Zion, dem heiligen Berge
in aller göttlichen Stärke!“

Ich will den Befehl des HERRN verkünden
Sein Ratschluss, der nicht wird verschwinden
denn so hat Er zu mir gesprochen,
dies Wort, das niemals wird gebrochen:
Mein Sohn bist du, von heute an!
Ich hab dich gezeugt, bleib an Mir dran!

Bitte Mich drum, so will Ich dir geben
die Völker, die mit im Lande leben.
Die Heiden, sie sollen dein Erbe sein
Ich will nun, dass sie werden dein!
Dein Reich soll gehn bis ans Ende der Erde.
Das ist, wofür Ich Selbst sorgen werde.

Und du sollst herrschen über sie alle,
wie ein Hirte über die Schafe im Stalle.
Und wo immer du bist mit eisernem Stab
lass ihn sausen bei Ungehorsam auf sie herab
wie Porzellan an der Wand zerbricht.
Sorge für sie, doch schone sie nicht.“

Und nun, ihr Könige, lasst euch sagen:
Rebellion kann sich nicht mit dem HERRN vertragen!
Ihr Richter und Mächtigen dieser Erde
seht zu, dass ihr mit eurem Schwerte
euch nicht selbst den Schaden tut,
denn Gott zu folgen ist einzig gut!

Dient dem HERRN mit Furcht und Zittern,
und lasst euch davon nicht erbittern,
denn Gottesfurcht ist nun das Wahre,
damit der HERR euch offenbare
wie viel ihr Ihm zu danken habt
und Ihn zu loben, der euch labt.

Küsst des Gottessohnes Fuß
untertänigst, ihm zum Gruß
so zeigt ihr ihm den guten Willen
und könnt damit das Zürnen stillen.
Denn Sicherheit kann nur er geben
für eure Seele und das Leben.

(frei nach Psalm 2)

23. 08. 2012, Jonas Erne

Mittwoch, 22. August 2012

Psalm 1

Psalm 1 (Gedicht)

Glückselig gepriesen von Gott ist der Mann,
von dessen Leben man sagen kann:
Er lebt nicht nach der Gottlosen Rat,
der Sünder Weg ist ihm zu schmaler Grat
auch der Spötter Kreis ist ihm zuwider
drum setzt er sich dort niemals nieder.

Vielmehr liebt er das Wort des HERRN
er liest und überdenkt es gern
er nimmt es auf und setzt es um
das sehn auch die um ihn herum.
Was er gelesen, nimmt er mit,
es folget ihm auf Schritt und Tritt.

So gleicht er einem starken Baum,
mit Bedacht gepflanzt auf feuchtem Raum:
Im Wasserbach streckt er Wurzeln aus,
die Frucht, sie wächst von selbst heraus.
Sein Blätterdach sitzt fest und gut:
Gelingend ist, was er auch tut!

Doch seht, es gibt die andre Seite:
So viele gottesferne Leute,
die von alledem nichts wollen wissen.
Ihr Leben, es ist wie zerrissen:
Wie Spreu, die Winde mit sich wehn.
Das, was sie tun, kann nicht bestehn!

Wenn einst der HERR fragt nach dem Leben,
was können sie für Antwort geben?
„Wir haben, HERR, Dich nicht bedacht!
Nein, wir haben gespottet und gelacht!“
Dann ist es zu spät, denn das Gericht
rafft sie hinweg, das ist im Licht.

Wo immer Gemeinschaft mit Gott wird sein,
da wird kein Sünder sein, oh nein!
Denn Gott weiß, wer zu Ihm gehört.
Daran ändert nichts, was man auch beschwört
Ein Leben ohne Gott, so ist's nun mal,
führt ins Verderben, und das fatal!

(frei nach Psalm 1)

22. 08. 2012, Jonas Erne

Dienstag, 21. August 2012

O Mensch, der eilig dich erhebest

O Mensch, der eilig dich erhebest

O Mensch, der eilig dich erhebest
in eitel Stolz und Selbstvertraun
siehst nicht, wie nichtig all dein Streben
auf eigne Gerechtigkeit zu baun.

Wie schnell kommt doch des Tages Grauen,
das alles weit ins Lichte rückt
wo du dich selber musst beschauen,
dein Auge all dein Tun erblickt

Die Dinge, die in finstern Ecken
wir lange haben weg versteckt,
damit wir selbst uns nicht erschrecken
und keiner das Wahre uns entdeckt

Doch sieh, der Nacht folgt immer Licht
und leuchtet aus den letzten Fleck.
Der helle Tag ist das Gericht:
Da kommt zum Vorschein all der Dreck,

den lieber wir verstecken wollen.
Doch gibt’s die andre Lösung heute
für jeden, der es noch bereute,

im Leben, was er tat.
Und bracht' dem Herrn auf Golgatha
die Schuld wie als ein Opfer dar

dem Herrn der größten Liebe,
der auf sich nahm die Hiebe
und alle unsre Schuld.

Jonas Erne, 21. 08. 2012

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Frucht des Geistes

Liebe Leute, groß und klein,

soll gut bestellt es um uns sein,

so lasst uns hör'n auf Gottes Wort,

das führt uns an einen besser'n Ort.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,

auch andre Früchte soll'n es sein,

wo man erkennt den Christenstand

wenn der Herr uns setzt erneut in Brand:


Da wär die Liebe zu Gott und den Andern

die soll nun keiner unterwandern

und meinen, sie sei nötig nicht

gerade sie fällt schwer ins G'wicht.

Dass wir einander ernst woll'n nehmen

und nicht füreinander brauchen schämen

Die Liebe hindert uns vorm Richten

und hilft uns, bösen Streit zu schlichten.


Sodann die Freude ist unsre Kraft

hilft, wenn man denkt, dass man's nicht schafft

sie ist bei uns auch in schweren Zeiten

hilft, uns von Gott uns lassen leiten.

Die Freude freut sich mit den Frohen

drum lasst sie nimmermehr verrohen

auch an den Menschen freut sie sich

so freu ich, Leser, mich über dich!


Und Frieden, nur von Gott gegeben,

hilft uns im Streit uns zu vergeben,

da Gott uns selbst vergeben hat

legt Friede allen Streit „schachmatt“.

Der Friede fließt aus dieser Quelle,

ist unser Licht, führt uns ins Helle.

So kommt, und zieht den Frieden an,

all unser Gut' hat Gott getan.


Die vierte Frucht, die ist Geduld.

Wie oft, ach!, fall'n wir da in Schuld,

wolln unser Recht, und das sofort,

gehen sonst an einen anderen Ort.

O Herr, gib uns Geduld sogleich,

ich sonst vor Ungeduld gar erbleich!

Dies ist so oft doch unser Denken.

Doch ach! Der Herr will es uns schenken.


Als Fünftes kommt die Freundlichkeit

sind wir hierzu denn auch bereit?

Auch wenn wir andrer Meinung sind

beherrschend uns und nicht geschwind

dem Zorn uns hinzugeben,

als kost' es unser Leben?

Der Freundlichkeit fall'n Herzen zu

und hält sie still in sich'rer Ruh.


Die Güte will nur Gutes tun

sie lässt nicht ab und kann nicht ruhn

bis sie zu Ende hat gebracht,

was sie sich Gutes ausgedacht.

Wo Menschen schwach und blind und bloß

ihr Leben führn in großer Not

da will die Güte tätig sein,

sucht aktiv andre zu beschein'.


Die siebte Frucht soll Treue sein

sie lässt die Freunde nie allein

lässt nicht im Stich, wo sie gefragt,

nein, da wird geblieben, unverzagt!

Die Treue bleibt dem Freunde treu,

begegnet auch, ganz ohne Scheu,

gemeinsam den Gefahren,

den Andern zu bewahren.


Die Sanftmut hält im Griff den Zorn,

der zuweilen wird heraufbeschwor'n

lässt sich nicht gehen, braust nicht auf,

hält vielmehr fest am sanften Lauf.

Sie kommt herbei, die Wut zu dämpfen

und mit ihr auch herumzukämpfen

und bleibt doch still und sagt sich: NEIN!

Noch mehr Zerstörung muss nicht sein!


Die Selbstbeherrschung noch zum Schluss

schützt uns gar von dem Verdruss,

uns Fremdem hinzugeben.

So hat doch unser Leben

der Herr in Seinen Händen,

mög' Er uns gut verwenden.

Sie hält den Tempel Gottes rein

und hilft uns, ein Licht für Ihn zu sein.


Jonas Erne, 21.12.2011




Dienstag, 6. Dezember 2011

Gedicht zum Advent

Das Licht kommt ins Dunkel


Wo kalt das Herz, die Augen blind

geblendet vom Ego so groß

Wo eisig bläst der norderne Wind

weht leer die Straßen und bloß


Da bricht ins Dunkel das helle Licht

strahlt leuchtend und fröhlich herein

Es schenkt dem Blinden neue Sicht

lässt Wärme ins Leben zieh'n ein.


Wo Sehnsüchte brach, verborgen sind

versteckt in der Einsamkeit Schmerz

Wo Krankheit, Leiden nicht können geschwind

schwinden aus gepeinigtem Herz


Dort möchte das Licht, das helle, die Sonne

leuchten in Liebe so rein

Es gibt statt Seelenpein Freude und Wonne

macht hell mit des Heilandes Schein.


Advent, es kommt, das Licht ist nah

Erlösung kommt zu dir!

Ist an dem Kreuz von Golgatha

für dich errungen hier.


So gib dein Herz dem Heiland dort,

der hängt, verflucht am Pfahl

Für dich, für mich ist dies der Ort,

da scheint des Lichtes Strahl.


So brauchst du nun ja nicht mehr weiter

dir dienen als dein eigner Herr.

Vielmehr nimm an das Joch vom Leiter

Er hat gesagt: Es ist nicht schwer.


Advent, es kommt das Licht, das Leben

hell stahlt es in die Nacht hinein

Der Herr, der kommt, möcht' dir es geben

will dein persönlicher Retter sein.



Advent 2011, Jonas Erne

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Ein Licht sein

Ein Licht sein

Lass mich ein Licht sein, Dir zu Ehren,
Das alle Finsternis erhellt.
Lass mich des Lichtes Licht vermehren;
Des Dunklen Wege sind entstellt.

Lass mich ein Licht sein für unser Land,
Wie des Berges helle Stadt
Führ mich in Dein Licht an Deiner Hand
Durch Deine Gnade mach mich satt.

Lass mich ein Licht sein für die Welt,
Weisend Wahrheit, Weg und Leben.
In des Höchsten Schutz und Zelt
Mehr von Deiner Liebe geben.

Lass mich ein Licht sein für die Treuen,
Die unter Deiner Obhut stehn,
Sich über Glaube, Liebe, Hoffnung freuen
Diese drei, die nie vergehn.

Jonas Erne, 16. Januar 2007

Dienstag, 28. Juni 2011

Befreites Herz

Befreites Herz

Das Herz - ein Schrei nach Blut, nach Wunden
Nach Qual, nach Schmerz, nach Seelenpein
Mit Stahl ans Schattenreich gebunden
Ins Fleisch der Ketten Kraft dringt ein.

Das Herz, voll Durst nach Macht und Wissen
Voll Hunger nach Befehlsgewalt
Möcht die Ehre nicht mehr missen
Doch innen drin der Kälte kalt.

Das Herz, belebt von dunklen Schatten
Belebt von Finsternis und Nacht
Des Herzens Augen nun ermatten
Zu lange nichts ans Licht gebracht.

Das Herz - ein Schwert durchtrennt die Ketten
Ein helles Licht durchströmt das Herz
Durchflutet alle dunklen Stätten
Heilt des Finstern heissen Schmerz.

Das Herz - entflammt in neuer Liebe
Befreit von allen Schmerzen sacht
Geheilt der Striemen aller Hiebe
Durch das Wort "Es ist vollbracht!"

05. 01. 2007; Jonas Erne