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Sonntag, 1. Januar 2017

Neues Herz, neuer Geist

Darum sprich zu dem Haus Israel: So spricht Gott, der Herr: Nicht um euretwillen tue ich dies, Haus Israel, sondern wegen meines heiligen Namens, den ihr entweiht habt unter den Heidenvölkern, zu denen ihr gekommen seid. Darum will ich meinen großen Namen wieder heilig machen, der vor den Heidenvölkern entheiligt worden ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt! Und die Heidenvölker sollen erkennen, dass ich der Herr bin, spricht Gott, der Herr, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilig erweisen werde. Denn ich will euch aus den Heidenvölkern herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen. Und ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut. (Hesekiel 36, 22 – 27)

Ein neues Herz, ein neuer Geist. Alles neu macht nicht der Mai, sondern Gott. Der Mai (und auch das „neue“ Jahr) kann nichts wirklich neu machen. Das neue Jahr kann nur das alte Jahr weiterführen. Es ist nichts Magisches an einem Jahresanfang. Aber es ist gut, wenn wir uns immer wieder Zeit nehmen, um darüber nachzudenken, wo wir gerade stehen. Dazu eignet sich ein Jahresanfang, ein Monatsanfang und natürlich auch ein Wochen- oder Tagesanfang sehr gut. Was wir Menschen machen können, ist nicht einmal wirklich etwas Neues. Wir können eine Menge künstlicher Stoffe herstellen; aber selbst für Kunststoff braucht man natürliche Stoffe, die dafür chemisch umgewandelt werden. Neu ist auch das nicht wirklich.

Doch wenn Gott sagt, dass ER etwas neu macht, dann ist es wirklich neu. Gott schafft das Neue nicht aus etwas Altem, sondern ganz neu, aus dem Nichts. Wenn Gott sagt, dass ER uns ein neues Herz schenken möchte, so ist das nicht unser altes Herz in einer etwas verbesserten Form, sondern es ist ein ganz neues Herz. Die Wiedergeburt ist eine Herztransplantation. Sie erfüllt uns mit einem neuen Verlangen, dem Verlangen, ganz rein und heilig zu leben. Sie reinigt unser Leben durch Gottes Wort, die Bibel. Hesekiel spricht davon, dass Gott reines Wasser über Sein Volk sprengen will. Wasser ist ein Symbol für die Bibel (vgl. Epheser 5,26). Wir brauchen ein neues Herz, weil wir merken, dass es mit dem alten Herz einfach nicht geht. Jeremia meint dazu ganz nüchtern: Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln, oder ein Leopard seine Flecken? Dann könnt ihr auch Gutes tun, die ihr gewohnt seid, Böses zu tun! (Jeremia 13,23)

Gott möchte uns mit Seinem Heiligen Geist erfüllen. Das bedeutet, dass Er in unserem Leben regieren will. Es bedeutet, dass wir immer wieder bereit sein sollen, unseren Willen Ihm zu unterstellen. Zu sagen: Eigentlich fühle ich mich nicht so, aber nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe! Aber mit einem natürlichen Herzen und mit unserem menschlichen Geist können wir das nicht. Gott verlangt von uns etwas, was unmöglich ist, weil ER das Unmögliche in unserem Leben tun möchte. Er möchte, dass wir einsehen, dass wir Ihn brauchen, dass wir unsere Schuld, unser vollkommenes Unvermögen, Ihm zu gefallen, einsehen und Ihn um Vergebung bitten. Jesus Christus ist gestorben und nach drei Tagen auferstanden und lebt heute und sitzt zur Rechten Gottes des Vaters, damit es für uns möglich ist, ein neues Herz und einen neuen Geist zu bekommen. Das ist ein wunderbarer Jahresanfang, wenn wir Gott unser ganzes Leben geben und Ihn bitten, aus unserem Chaos, Schmerz, Scherben und Egoismus ein neues Mosaik zu gestalten.


Samstag, 14. Juli 2012

Selig sind, die reinen Herzens sind


Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen! (Matthäus 5, 8)

Hier können wir sehen, was Gott wichtig ist. Diese Seligpreisung ist eine direkte Attacke auf das, was die Pharisäer und Schriftgelehrten sagten. Ihnen war nämlich die äußere Reinheit wichtiger als Reinheit des Herzens. Äußere Reinheit besteht im Befolgen von bestimmten Riten und Geboten, wobei es ihnen egal war, mit welcher inneren Einstellung, mit welcher Herzenshaltung diese Gesetze befolgt wurden. Reinheit im Herzen bedeutet, dass man in seinen Wünschen und in allem, was man tut, Gott gefallen möchte. Es gibt auch falsche Gründe, das Richtige zu tun:

  1. Das Richtige tun aus Egoismus. Sehr oft denken wir, wenn wir nur das Richtige (das von Gott Gewollte) tun, dann haben wir in der Gemeinde, bei der Arbeit oder bei unseren Freunden einen Vorteil. Wir werden gelobt, bekommen vielleicht einen besseren Posten, eine Aufgabe, die wir lieber tun, werden befördert oder ein höheres Gehalt.

  1. Das Richtige tun aus Stolz. Man kann auch aus Stolz das von Gott geforderte tun. Wer aus Stolz gehorsam ist, tendiert dazu, Gott vorzuhalten, wie gut er doch ist und handelt und nimmt sein eigenes Verhalten als Begründung für einen Lohn, der zum Beispiel in einer bestimmten Gebetserhörung besteht. Er ist auch immer sehr schnell dabei, das Verhalten anderer an seinem eigenen Verhalten zu messen.

  1. Das Richtige tun aus Angst. Die Angst vor den Konsequenzen des falschen Verhaltens schafft eine Distanz zwischen Gott und dem Menschen. Angst ist hier ein schlechter Ratgeber. Angst führt zu einem Sklavengehorsam, der seinen Herrn weder erkennt noch erkennen will. Jedoch dienen gerade die göttlichen Gebote dazu, dass man Ihn erkennen und in Sein Bild verwandelt werden soll. Angst ist es auch, die den Satan und seine Scharen zu ihrem Tun antreibt. Insofern ist der aus Angst Gehorsame nicht besser als jene.

Es muss somit das reine Herz eine andere Grundlage zum Gehorsam haben, nämlich Gnade, Liebe, Demut und Freimut. Ein reines Herz sucht also nicht den eigenen Vorteil, sondern lebt zur Ehre Gottes. Es weiß auch, dass alles Gute, das es tut, kein Gewinn ist, sondern einfach das, was es dem Herrn Jesus schuldet. Es weiß: ohne Erlösung wäre es zu gar nichts Gutem fähig. Es kennt auch die Liebe und Güte sowie die Barmherzigkeit und Vergebung durch den Herrn Jesus. Es übt sich beständig darin, zu vergeben, und zwar allen: Seinen Mitmenschen, seinen besonders Nahestehenden, deren Enttäuschungen oft sehr stark schmerzen, sich selbst (das ist nicht selten eine der schwierigsten Aufgaben) und auch Gott. Manchmal ist es notwendig, wenn man sich von Gott im Stich gelassen fühlt, auch hier loszulassen von diesem negativen Gefühl. Er steht über dieser Welt und hat den kompletten Überblick, auch über all die Dinge, die wir gar nicht wissen und berechnen können.

Ein reines Herz bekommen wir, weil Jesus unsere Schuld, unsere Unreinheit am Kreuz weggenommen und bezahlt hat. Es gibt nichts, womit man es verdienen könnte, denn es ist unbezahlbar. Wer ein reines Herz hat, kann vor sich selbst und vor Gott ehrlich werden. Er braucht sich nicht vor dem Licht Gottes zu fürchten, sondern tritt freiwillig und gerne in dieses Licht, um sich prüfen zu lassen. Er kann auf alle Feigenblätter und anderen Verstecke verzichten, denn er ist mit einem reinen Kleid, weiß wie Schnee, mit der göttlichen Herrlichkeit umgeben.

Dies gilt für alle, die wiedergeborene Gläubige sind. Und sie alle bekommen das Versprechen: Wer reinen Herzens ist, der wird Gott schauen. Gott zu schauen bedeutet zunächst einmal, Gott ganz genau kennenzulernen. Wir dürfen Den kennenlernen, Der die ´Himmel und die Erde geschaffen hat. Wie sehr sehnen sich doch manche Menschen danach, jemanden persönlich kennenzulernen, der in einem bestimmten Bereich des Lebens besonders gut ist, zum Beispiel einen Musiker einer guten Band. Oder einen besonders guten Maler oder Romanautoren. Wie viel mehr sollte sich doch jeder Mensch danach sehnen, Den kennenzulernen, welcher der Urheber, Erfinder und Geber von aller Schöpfung und aller menschlichen Kreativität ist! Welch eine Ehre, dass Er bereit ist, uns zu kennen und Sich uns zu erkennen, geradezu zum Kennenlernen, zu geben.

Sodann bedeutet dieses Versprechen aber auch, dass all unsere Neugier, all unsere allzu menschlichen Fragen, gestillt werden sollen. Gottes Charakter zu kennen bedeutet, zu erfahren, warum Gott wann anders handelt als wir uns dies vorstellen. Wir werden erkennen, dass Gottes Plan und Handeln zu jedem Zeitpunkt bis ins kleinste Detail einfach perfekt ist. Dies macht uns dankbar und fröhlich.

Letztendlich ist diese Gottesschau von Angesicht zu Angesicht auch der Grund ewiger Freude. Die Freude im Herrn, weil wir uns von Ihm geliebt wissen. So groß ist Seine Liebe zu uns, dass Er Sein Ein und Alles, Seinen geliebten Sohn für uns hingab. Wir sind mit einem unfassbar großen (teuren) Preis losgekauft worden. Dieser Preis bestimmt nun unseren Wert. Nicht das, was eine Lebensversicherung zahlen würde, sondern der Wert des geliebten Sohnes, der an unserer Statt für unsere Sünde starb.

All dies entstammt nicht irgendwelchen ungewissen Visionen und Träumen, sondern dem Wort Gottes, in welchem Er uns dies Selbst offenbart. Wenn wir bereit sind, unser Herz reinigen zu lassen, müssen wir uns ins Licht von diesem Wort stellen und uns von ihm messen lassen. Es ist der Maßstab für die Reinheit unseres Herzens und unseres ganzen Lebens. Alles, was wir für das Erlangen und behalten eines reinen Herzens wissen müssen, steht da drin. Möge der Heilige Geist unsere Augen für Gottes Wort öffnen und unsere Herzen reinigen und rein erhalten!

Dienstag, 28. Juni 2011

Befreites Herz

Befreites Herz

Das Herz - ein Schrei nach Blut, nach Wunden
Nach Qual, nach Schmerz, nach Seelenpein
Mit Stahl ans Schattenreich gebunden
Ins Fleisch der Ketten Kraft dringt ein.

Das Herz, voll Durst nach Macht und Wissen
Voll Hunger nach Befehlsgewalt
Möcht die Ehre nicht mehr missen
Doch innen drin der Kälte kalt.

Das Herz, belebt von dunklen Schatten
Belebt von Finsternis und Nacht
Des Herzens Augen nun ermatten
Zu lange nichts ans Licht gebracht.

Das Herz - ein Schwert durchtrennt die Ketten
Ein helles Licht durchströmt das Herz
Durchflutet alle dunklen Stätten
Heilt des Finstern heissen Schmerz.

Das Herz - entflammt in neuer Liebe
Befreit von allen Schmerzen sacht
Geheilt der Striemen aller Hiebe
Durch das Wort "Es ist vollbracht!"

05. 01. 2007; Jonas Erne