Dienstag, 21. August 2012

O Mensch, der eilig dich erhebest

O Mensch, der eilig dich erhebest

O Mensch, der eilig dich erhebest
in eitel Stolz und Selbstvertraun
siehst nicht, wie nichtig all dein Streben
auf eigne Gerechtigkeit zu baun.

Wie schnell kommt doch des Tages Grauen,
das alles weit ins Lichte rückt
wo du dich selber musst beschauen,
dein Auge all dein Tun erblickt

Die Dinge, die in finstern Ecken
wir lange haben weg versteckt,
damit wir selbst uns nicht erschrecken
und keiner das Wahre uns entdeckt

Doch sieh, der Nacht folgt immer Licht
und leuchtet aus den letzten Fleck.
Der helle Tag ist das Gericht:
Da kommt zum Vorschein all der Dreck,

den lieber wir verstecken wollen.
Doch gibt’s die andre Lösung heute
für jeden, der es noch bereute,

im Leben, was er tat.
Und bracht' dem Herrn auf Golgatha
die Schuld wie als ein Opfer dar

dem Herrn der größten Liebe,
der auf sich nahm die Hiebe
und alle unsre Schuld.

Jonas Erne, 21. 08. 2012

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