Donnerstag, 26. April 2012

Predigen in der Kraft des Geistes


Predigen in der Kraft des Geistes

Wenn unsere Predigt in der Kraft des Heiligen Geistes geschehen soll, so müssen wir uns an die Art halten, wie der Heilige Geist wirkt. Wir verfügen nicht über den Geist, sondern Er verfügt über uns. Und Seine Art, zu handeln, muss zu der Art werden, wie wir selbst auch handeln. Also: Nicht der Geist richtet Sich nach uns, sondern umgekehrt, wir richten uns nach Ihm und den Prinzipien, die Sein Wirken ausmachen.

Ein erstes Merkmal ist, dass der Heilige Geist der Autor der gesamten Bibel ist. Die ganze Bibel von 1. Mose bis zur Offenbarung ist gottgehaucht, was bedeutet, dass der Heilige Geist die Autoren der einzelnen Bücher der Bibel inspiriert und überwacht hat. Gott der Heilige Geist trägt die volle Verantwortung für die Wahrhaftigkeit und Zuverlässigkeit der Bibel. Und da Er Gott ist, wird Er Sich niemals widersprechen. Wir dürfen somit vertrauen, dass Gott uns durch die Bibel die ganze Wahrheit sagt und nichts aus ihr mit dem Menschenverstand erst überprüfen und gegebenenfalls verwerfen müssen. Im Gegenteil: Jesus Christus bestätigt am Schluss in der Offenbarung, dass von allem, was geschrieben steht, nichts weggenommen und nichts hinzugefügt werden darf. In diesem Moment war also die Schrift vollkommen und alle ihre Inhalte vollkommen zuverlässig. Daran hat sich zu keiner Zeit etwas geändert, sodass es weder Umdeutungen noch verdrehende Interpretationen braucht. Vielmehr genügt die Schrift so, wie sie uns vorliegt. Wer also in der Kraft des Geistes predigen möchte, muss dafür die Bibel in ihrer Gesamtheit und in ihrem vorliegenden Wortlaut ernst nehmen. Sie hat uns heute exakt genau so viel zu sagen wie den Menschen vor 2000 und 3000 Jahren. Das erste Prinzip des Heiligen Geistes ist also dasjenige, dass Er die Bibel nicht nur erschaffen hat, sondern zu jeder Zeit gebrauchen will und wird.

Ein zweites Prinzip nannte uns der Herr Jesus, als Er vom Kommen den Geistes sprach. Da sagte Er, dass der Geist Ihn, also den Herrn Jesus, verherrlichen wird. Das Zentrum aller Predigt in der Kraft des Geistes ist somit der Herr Jesus und Sein Werk am Kreuz von Golgatha. Es ist also so, dass jeder Text der Bibel auf den Herrn hinweist. Das ist auch ein Wunder, aber es ist so. Welchen Text wir auch wählen, wir haben ihn erst dann wirklich verstanden, wenn wir den Herrn Jesus und Sein Werk am Kreuz von Golgatha, nämlich das ganze Evangelium, aus diesem jeweiligen Text heraus predigen können. Es ist Jesus Christus, der unser Ein und Alles sein soll. Er ist für uns auf die Erde gekommen, hat für die Bezahlung unserer Schuld gelitten, ist gestorben, damit wir mit Gott versöhnt leben können und ist auferstanden, damit auch wir auferstehen können und in Ewigkeit bei Ihm sein. Er hat unsere Ungerechtigkeit getragen und uns dafür das Kleid der Gerechtigkeit erworben. In Ihm sind wir vor Gott gerecht gemacht, haben Frieden mit dem Schöpfer und Richter von Himmel und Erde. Das ist der Hauptgedanke, der jeden Abschnitt der ganzen Bibel durchzieht, der rote Faden, der uns durch jede Predigt hindurchführen kann und den der Heilige Geist benutzen möchte, um den Menschen, die uns zuhören, die Erlösung anzueignen. Das zweite Prinzip ist somit, dass der Heilige Geist immerzu auf den Herrn Jesus hinweist und Ihn verherrlicht. So konnte der Apostel Paulus auch an die Korinther schreiben, dass er unter ihnen nichts wusste als Christus, und Ihn als Gekreuzigten.

Das dritte grundlegende Prinzip des Heiligen Geistes betrifft das Wirken, das Er als Auftrag hat. Auch hiervon berichtet uns der Herr Jesus in Seiner Abschiedsrede. Der Heilige Geist, wenn Er dann in Seiner neuen Fülle gekommen sein wird, soll die Welt überführen von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht. Wenn wir also wollen, dass Menschen zum Herrn Jesus finden und zur Schar der Erlösten hinzugefügt werden sollen, so müssen wir diese drei fundamentalen Wahrheiten in all unsre Verkündigung mit einfließen lassen. Es gibt nichts Schlimmeres, als den Menschen zu sagen, sie seien gerettet, obwohl sie es doch nicht sind. Wir müssen wieder und wieder von der Sünde sprechen, von dieser Kraft, die den Menschen ohne Wiedergeburt versklavt hält. Die Bekehrung und Wiedergeburt, das Erfüllen mit Glauben, all das ist das Werk des Heiligen Geistes. Aber dies kann nur geschehen, wo zuerst die Notwendigkeit all dessen klargemacht wurde. Nur wer von dem Fluch der Sünde und der Schuld weiß, kann das Verlangen verspüren, von Gott in Besitz genommen zu werden. Nur wer von seiner natürlichen Ungerechtigkeit weiß, kann nach dem weißen Kleid der Gerechtigkeit hungern und dürsten. Und nur wer von dem letzten und schrecklichen Gericht weiß, kann sich nach dem göttlichen Freispruch sehnen. Aus diesem Grund wird die Predigt dort in der Kraft des Heiligen Geistes geschehen, wo wir bereit sind, mit Ihm zusammenzuarbeiten. Wo dies nicht geschieht, ist der Mensch auf seine eigene Kraft und Rhetorik angewiesen, wird aber auch kein bleibendes Werk der Erlösung in seinen Zuhörern voranbringen können. Wer die Geschichte der Erweckungen kennt, wird leicht feststellen können, dass dies mit ein Grund ist, weshalb es Erweckungen geben konnte. Menschen begannen, mit dem Heiligen Geist zusammenzuarbeiten und der Herr Jesus bestätigte ihre Arbeit durch nachfolgende Zeichen. Möchtest auch du Erweckung sehen? Vertraue auf das Werk des Herrn und die Kraft des Geistes!

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