Montag, 16. April 2012

Die Größe Gottes


Die Größe Gottes

Wer hat die Wasser mit der hohlen Hand gemessen? Wer hat den Himmel mit der Spanne abgegrenzt und den Staub der Erde in ein Maß gefaßt? Wer hat die Berge mit der Waage gewogen und die Hügel mit Waagschalen? Wer hat den Geist des Herrn ergründet, und wer hat ihn als Ratgeber unterwiesen? Wen hat Er um Rat gefragt, daß der Ihn verständig machte und Ihm den Weg des Rechts wiese, daß er Ihn Erkenntnis lehrte und Ihm den Weg der Einsicht zeigte? (Jes. 40, 12 - 14)

Hier spricht Jesaja nun von der Größe Gottes. Es ist wunderbar, mit welcher Wortwahl er dies tut. Er führt seine Hörer und Leser dazu, die Gestade der Meere zu besuchen und an deren Größe über Gott zu staunen. Gott ist so groß, dass in Seiner hohlen Hand das gesamte Wasser aller Zeiten Platz findet. Wenn wir am Strand stehen, aufs Meer hinaus blicken und uns diese Aussage mal gründlich auf der Zunge zergehen lassen, können wir nur staunen. Selbst wenn uns das Meer so gefüllt zu sein scheint, gibt es in den Bergen noch immer genügend Wasser aus Quellen. Und nicht zu vergessen der ewige Schnee mancher Berge in den Hochalpen. Und das Grundwasser. Und die Seen. Und der Niederschlag, der noch droben wartet, seinen Segen aufs trockene Land zu gießen. Erstaunlich.

Und dann führt uns der Prophet in einer sternklaren Nacht nach draußen und zeigt uns da droben das Firmament. Sehen können wir von bloßem Auge ungefähr die nächsten 6000 Sterne. Dahinter geht es aber noch weiter. Unsere eigene Galaxie, die Milchstraße, beinhaltet ungefähr 300 Milliarden Sterne, also 50 Millionen mal so viele, wie man von bloßem Auge sehen kann. Sie ist 100000 Lichtjahre groß, also das Licht benötigt 100000 Jahre, um von einem Ende zum anderen zu gelangen. Mit den heutigen Mitteln der Technik kann man von der Erde aus gesehen circa 50 Milliarden solcher Galaxien sehen und beobachten. Das ist unvorstellbar viel. Und doch sagt uns nun Jesaja, dass dieses ganze Weltall mit all den Milliarden von Milliarden von Sternen nicht nur von Gott geschaffen wurden, sondern auch, dass dies alles in Gottes Handspanne ausgebreitet ist. Die Handspanne ist die Größe, die sich zwischen der Spitze des Daumens und der des kleinen Fingers befindet. Das ist unser Gott! So unvorstellbar groß ist Er – und hat Sich doch uns Menschen offenbart. Weil Er mit uns leben möchte. Weil Er an uns interessiert ist. Und all dies hat Er gemacht, um uns zum Staunen und zum Lobpreis zu bringen. Da dürfen wir singen: Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte, die Du geschaffen durch Dein Allmachtswort! […] Dann jauchzt mein Herz Dir großem Herrscher zu! Wie groß bist Du, wie groß bist Du!

Ich möchte dem Leser überlassen, sich noch weiter auf diese Gedanken einzulassen. Gottes Größe und Macht bringt uns zum Staunen. Einen Gedanken aus diesen Versen möchte ich noch weiter geben. Im Folgenden stellt nämlich der Prophet einige Fragen. Sie alle zielen darauf ab, dass keiner von uns Menschen Gott gezeigt hat, wie Er alles schaffen soll. Es war alles Seine Idee, die Idee, die aus Gottes Größe, Allmacht und Liebe stammt. Doch wie schnell denken wir, dass wir unserem Gott Vorschriften machen müssen, wie Er in unserem Leben zu handeln habe! Wie schnell meinen wir, es besser zu wissen! Wie schnell fangen wir an, Gottes Wort zu relativieren und denken so klein von Ihm! Oh, lasst uns beten, dass uns der Heilige Geist in solchen Momenten in die sternenklare Nacht führen möge und uns zeigen: unser großer Gott hat all dies geschaffen! Sollte es Ihm nicht möglich sein, auch für unsere Probleme die Lösung bereits zu haben, bevor wir das Problem erkannt haben?

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