Montag, 30. Mai 2011

Predigt über Römer 1, 16 – 17

Predigt über Römer 1, 16 – 17


Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«.


a. Einleitung:

-Paulus auf der 3. Missionsreise, ungefähr selbe Zeit wie Abfassung der beiden Korintherbriefe

-Er ist im Osten fertig mit der Missionstätigkeit und will in den Westen bis nach Spanien

-Wünscht sich Unterstützung von der Gemeinde in Rom, deshalb dieser Brief, in welchem er systematisch den Inhalt seiner Lehre wiedergibt.


b. Er schämt sich nicht für das Evangelium

-Evg. = Torheit für die Griechen und Stein des Anstoßes für die Juden (1. Kor. 1, 22 - 24)

-Dennoch schämt sich Paulus des Evangeliums nicht! (→ und wir?)

-Litotes: Durch Verneinung wird das Gegenteil ausgesagt: Paulus schämt sich nicht nur nicht des Evangeliums, sondern er rühmt sich des Evangeliums!

-Paulus will nichts anderes wissen / verkündigen als Christus den Gekreuzigten!


c. Das Evangelium ist Gottes „Dynamit“

-Kraft = griech. „dynamis“ (unser Wort Dynamit kommt von da). Evangelium hat riesige Sprengkraft!

-Diese riesige Kraft ist notwendig, um ein steinernes Herz, das sich immerzu nur von Gott abwenden kann, in ein fleischernes Herz zu verwandeln, das Gott sucht!

-“Es ist einfacher, einen körperlich Toten aufzuerwecken, als einen geistlich Toten, denn der körperlich Tote kann sich nicht dagegen wehren im Gegensatz zu einem geistlich Toten, der nichts anderes tun KANN als von Gott wegzulaufen!“

-Das Evangelium ist die Kraft Gottes für alle Glaubenden, Juden zuerst, aber auch Griechen. Die Juden haben Gottes Wort zuerst bekommen durch Propheten, durch Gottes Handeln in ihrer Geschichte, und auch durch die Geburt Jesu Christi aus ihrer Mitte. Dennoch waren auch zu jeder Zeit Heidenvölker angesprochen: zB Ninive von Jona, Gerichtsreden bei den großen Propheten, etc.

-Evangelium für alle Menschen, analog dazu: Für alle, die in christlichem Elternhaus aufwachsen und für diejenigen, die es nicht tun. (Anwendung: Auch Kinder aus gläubigen Familien müssen sich bekehren. → Erklären, warum Jesus sterben musste!)


d. Das Evangelium ist Gottes Gerechtigkeit

-Zunächst müssen wir verstehen, dass wir selbst vor Gott nicht bestehen können noch aus eigener Kraft auch nur irgend etwas tun, was Gott gefällt. (Röm. 3, 23)

-Gott aber hat alles für uns getan (Röm. 3, 24)

-Jesu Selbsthingabe am Kreuz von Golgatha

-Gottes freie Gnade, die der Heilige Geist an uns anwendet, indem uns die Augen geöffnet werden für unsere Ungerechtigkeit und Schuld, aber auch für Gottes freies Gnadenangebot.

-Das Wissen um die absolut freie Gnade Gottes ist unsere völlige Befreiung in der Gewissheit, dass wir selbst nichts mehr hinzufügen können, geschweige denn müssen.

-Wir dürfen aus dieser Gnade heraus leben und für andere da sein.

-Unser Auftrag: Dieses Evangelium, das einzige Medikament gegen die schlimmste Krankheit, die Sünde, anderen anzubieten. Wer nicht selbst evangelisieren möchte, kann zumindest immer wieder Menschen in die Gemeinde einladen!

-Der Glaube kommt aus dem Hören der Predigt (Röm. 10, 17). Wenn uns also an Glauben fehlt, wo können wir noch mehr bekommen? → Regelmäßiger Besuch der Gemeinde und deren Veranstaltungen.


→ Zusammenfassung & Gebet

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