Einer
neuen Studie vom Bundesamt für Staatssicherheit (Bass) zufolge soll
die jährliche Zeitumstellung das Friedenspotential drastisch
erhöhen. Erich Aushecker, Vorsitzender des Bass, erklärte diesen
Umstand folgendermaßen: „Zunächst einmal hat jeder, der Krieg
führen möchte, dank der Zeitumstellung ein halbes Jahr lang eine
Stunde weniger; aufs ganze Jahr gesehen macht das 30 Minuten. Somit
bleibt einem pro Tag rund 5 Sekunden weniger Zeit, um Krieg zu
führen. Zweitens konnten wir empirisch nachweisen, dass in allen
Ländern, welche die Zeitumstellung eingeführt haben, noch nie am
letzten Sonntag im März zwischen 2:00 und 3:00 Uhr MEZ ein Krieg
ausgebrochen ist. Und nicht zuletzt müssen wir zu bedenken geben,
wie sehr die Zeitumstellung Menschen von vollkommen unterschiedlichen
Interessen eint: Sie alle haben ein gemeinsames Thema, dem sie sich
in aller Lautstärke und Tonhöhe widmen können. Die Zeitumstellung ist deshalb ein wichtiger Beitrag für die Völkerverständigung.“ Vielleicht
sollte Herr Aushecker als nächstes eine tägliche Zeitumstellung von
24 Stunden beantragen?
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Freitag, 1. April 2016
Montag, 16. Juli 2012
Selig sind die Friedensschaffer!
Selig
sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen! (Matthäus 5, 9)
Die
Übersetzung mit „Friedfertige“ kann hier zu einem ziemlich üblen
Missverständnis führen, denn nach wie vor geht es nicht mehr um den
Charakter des Gläubigen, sondern um sein Verhalten. Das griechische
Wort an dieser Stelle wird wohl besser mit „Frieden Machende“
übersetzt. Es geht eben nicht darum, um des lieben Friedens willen
zu schweigen, sondern um das aktive Schaffen von Frieden in
friedlosen Zeiten.
Doch
zunächst wollen wir uns fragen, was in der Bibel mit „Frieden“
überhaupt gemeint ist. Das Alte Testament, welches die Bibel Jesu
und der Apostel war, hat hierfür den hebräischen Begriff „Schalom“.
In der Grundbedeutung ist mit Schalom zunächst einmal Wohlergehen in
jeglicher Art und Weise gemeint. Dies geht von Gesundheit über
Freude bis hin zu finanziellem Gedeihen.
Etwas
genauer betrachtet ist dieses Schalom jedoch immer an den Geber des
Schalom, an den Jahwe des Alten Testaments, gebunden. Er gibt den
Frieden, und Er nimmt ihn, wenn notwendig, auch wieder weg. Wer sich
von Jahwe abwendet und anderen Göttern nachläuft, der stellt sich
gegen Jahwe und hebt deshalb den Schalom Jahwes auf.
Auch
die Propheten des Alten Testaments wandten sich gegen andere, nämlich
falsche Propheten, welche den Schalom Jahwes dort verkündet haben,
wo kein Schalom ist, nämlich im Ungehorsam gegen Jahwe. So hat schon
Micha ben Jimla, ganz speziell aber auch Jeremia und andere mehr
gegen diese Schalom-Propheten gewettert, weil sie den Königen
Israels bestätigen wollten, dass ihr Ungehorsam gegen Jahwe mit dem
Schalom Jahwes vereinigt werden konnte.
Schalom
machen bedeutet also auch, dass man dort, wo Ungehorsam ist, kein
Blatt vor den Mund nehmen darf, sondern aufdecken muss, wo der
Ungehorsam gegen Jahwe stattfindet. Denn nur die Beseitigung des
Ungehorsams kann den Schalom Gottes wieder erneuern. Der Friede
Gottes entsteht also dort, wo Menschen ihre Schuld vor Gott einsehen
und die Vergebung annehmen, die der Herr Jesus für uns erkauft hat
am Kreuz von Golgatha.
Gerade
deshalb ist das Evangelium auch eine frohe Botschaft: Weil der Gott,
welcher über die Ungerechtigkeit und Gottlosigkeit in der Welt
zürnt, selbst auf die Erde gekommen ist, um diese Ungerechtigkeit
gut zu machen, also zu bezahlen, was an Schuld entstanden ist.
Eine
andere Art von Schuld entsteht aber auch immer wieder zwischen uns
Menschen. Wo die Einen ausgebeutet, die anderen gemobbt, die dritten
verletzt und die vierten einsam im Stich gelassen werden, da ist viel
Schuld vorhanden, viel Unfrieden. Auch hier sind wir als Gläubige
gefordert, einzutreten und Frieden zu machen, wo kein Friede ist. Wir
dürfen dort aktiv werden, wo dieser Unfriede herrscht und den
Menschen die gute Botschaft vom Frieden mit Gott, mit uns selbst, mit
unseren Mitmenschen und unserer Umwelt weitergeben. Wir sind als
Friedensstifter geradezu aufgefordert, den Mund nicht zu
verschließen, sondern ihn zu öffnen, und echten, wahren Frieden zu
bringen.
Als
Frieden Machende haben wir eine wunderbare Verheißung: Denn sie
werden Gottes Kinder heißen. Wir werden nicht durch unser ganzes
Engagement zu Kindern Gottes, sondern weil Er uns als solche
adoptiert und als Kinder annimmt. Als solche, die sich für den
Frieden einsetzen, brauchen wir selbst zuerst den Frieden mit Gott.
Und wenn wir den Frieden mit Gott haben, dürfen wir auch mit uns
selbst Frieden schließen. Denn Gott hat uns angenommen, deshalb
dürfen wir auch uns selbst annehmen und werden deshalb auch unsere
Mitmenschen annehmen und alles dafür tun, dass auch sie ihren Platz
in der Familie Gottes bekommen können.
Echtes
Frieden Machen ist somit eine durch und durch aktive Aufgabe, die
jede und jeder Gläubige bekommen hat. Denn es ist mit unserer Welt
im Argen, Unfrieden, wohin das Auge blickt. Unzufriedenheit, Armut,
Krankheit, Schmerz, Verletzung, kaputte Menschen, Mobbing, und so
weiter. Unsere Aufgabe ist groß, aber da wir den Frieden und so auch
die Ruhe und die nötige Kraft dafür von Gott bekommen haben, ist
diese Aufgabe kein Ding der Unmöglichkeit, sondern wartet nur noch
darauf, dass wir sie anpacken.
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Dienstag, 15. Mai 2012
Die Trennwand ist abgebrochen
Die Trennwand ist
abgebrochen
Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die
Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, indem er in seinem Fleisch
die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinwegtat, um
die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und
Frieden zu stiften, und um die beiden in einem Leib mit Gott zu
versöhnen durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft
getötet hatte. (Eph. 2, 14 – 16)
Hier wird uns zunächst
ein wunderschönes Wort für den Herrn Jesus gegeben: Er ist unser
Friede. Ich glaube, noch besser kann man dies gar nicht ausdrücken.
Jesus Christus ist unser Friede. Er ist unser Friede mit Gott, weil
Er unsere Schuld bezahlt hat. Er ist unser Friede mit uns selbst,
weil Er uns bedingungslos annimmt und wir uns selbst dadurch auch
bedingungslos annehmen dürfen. Er ist unser Friede mit unseren
Mitmenschen, weil Er uns von uns selbst befreit hat, sodass wir für
die Mitmenschen leben dürfen. Er ist unser Friede mit unserer
Umwelt, da Er uns gezeigt hat, dass echtes Herrschen immer echtes
Dienen ist. So können wir in allem diesen Frieden haben, Frieden,
den die Welt nicht geben kann, sondern einzig und allein der Herr
Jesus. Und so ist Er auch unser Friede zwischen den zwei Welten des
judenchristlichen und des heidenchristlichen Glaubens. Er hat die
Beiden eins gemacht, zu einer Einheit verschmolzen, die sich Gemeinde
nennt. Aus diesem Grund hat Antizionismus auch nichts unter uns zu
suchen, denn die Beiden sind eins gemacht durch den Frieden, den
Christus gibt.
Er hat die Trennwand des
Zaunes abgebrochen. Im Tempel in Jerusalem gab es verschiedene
Bereiche des Vorhofs. Der innere Teil des Vorhofs durfte nur von
beschnittenen jüdischen Männern betreten werden, dann gab es einen
Frauenvorhof, den auch jüdische Frauen betreten durften, und nicht
zuletzt auch einen Heidenvorhof. Das war der nächste Ort beim
Tempel, wohin ein Nichtjude gehen durfte. Dadurch wird auch die
Erwählung Gottes aufgezeigt. Gott hat Sich ein kleines Volk erwählt,
um an diesem im Kleinen Seine Machttaten zu vollbringen und es zu
Seiner Ehre zu gebrauchen. Was im Kleinen am Volk Israel geschehen
ist, sollte später im Großen an der Gemeinde geschehen. Und so ist
der Zutritt zu Gott immer den Erwählten vorbehalten. So wie die
Nichtjuden beim Jerusalemer Tempel um ihr Leben bangen mussten, wenn
sie sich unerlaubterweise noch weiter näherten, so haben auch im
neuen Bund nur die Auserwählten einen direkten Zugang. Der
Unterschied ist derjenige, dass die Erwählten im neuen Bund alle
Gläubigen aus allen Völkern, Ländern und Sprachen sind. Der Zaun
zwischen dem Volk Israel und den Heidenchristen ist also abgebrochen.
In dem Moment, als der Herr Jesus starb, zerriss der Vorhang im
Tempel von oben nach unten. Er war nicht mehr nötig. Lange
Jahrhunderte hatte er die Menschen vor dem Zorn Gottes beschützt,
ebenso wie auch das Blut, welches das Gesetz bedeckte und jedes Jahr
erneut auf den Sühnedeckel gesprengt werden musste. Dies alles ist
nun ein für alle Male im Tod Jesu passiert. Blut, Vorhang und
Trennwand haben alle dieselbe Aufgabe gehabt, die auch schon das Tuch
auf dem leuchtenden Gesicht des Mose hatte: Es war ein Schutz, der
die sündigen Menschen davor schützen sollte, von der Herrlichkeit
Gottes verzehrt zu werden. Dieser Schutz ist für alle Gläubigen nun
nicht mehr notwendig, da für sie der Preis ihrer Schuld und Sünde
am Kreuz bezahlt worden ist.
Deshalb kann Paulus hier
auch davon schreiben, dass der Herr Jesus in Seinem Fleisch, also
durch Seinen leiblichen Tod am Kreuz, die Feindschaft hinwegtat.
Diese Feindschaft ist also die Tatsache, dass jeder Mensch als Feind
Gottes geboren wird. Sie zeigt sich dadurch, so fährt Paulus fort,
dass der Mensch nicht imstande ist, das Gesetz der Gebote in
Satzungen zu halten. Er kann nicht so leben, wie Gott Sich das
wünschen würde. Weil er sich immer wieder falsch entscheidet und
falsch handelt. Dadurch zeichnet sich der Mensch als Feind Gottes
aus. Er vertraut Gottes Wort nicht, kennt es nicht gut genug,
verwirft es, lebt nach eigenen moralischen Maßstäben, schummelt
sich durch das Leben hindurch, und so weiter. Feindschaft gegen Gott,
Auflehnung gegen Gott. Rebellion gegen Gott. Das ist der Mensch. Ein
Rebell, durch und durch. Selbstsüchtig, durch und durch. Er lädt
Schuld auf sich ohne Ende und hat noch Freude daran.
Wie gut, dass der Herr
Jesus einen Ausweg geschaffen hat. Einen Weg aus dem Dilemma der
Selbstbezogenheit des Menschen. So ist Er uns zum Frieden geworden,
indem Er den Krieg mit der Sünde und dem Tod erfolgreich zu Ende
geführt hat. Deshalb gibt es ewiges Leben mit Ihm für alle, die da
glauben. Er hat beide, nämlich jüdische Gläubige und nichtjüdische
Gläubige miteinander versöhnt und vor allem sie alle zusammen mit
Gott versöhnt. Sie sind zu einem neuen Menschen geworden. Zu einem
Menschen, der Frieden hat mit Gott, mit sich selbst und mit dem Rest
der Welt. Der Herr Jesus ist uns mit dem Dienst der Versöhnung
vorangegangen und hat uns den Weg gezeigt, auf welchem Versöhnung
stattfinden kann: Der Weg nach oben führt nach unten. Versöhnung
findet dort statt, wo man bereit ist, Schuld einzugestehen und
Vergebung anzunehmen. Versöhnung findet dort statt, wo man den
anderen in seinem Anderssein annimmt, bedingungslos. Und Versöhnung
findet in erster Linie dort statt, wo der Herr Jesus diese Versöhnung
für uns erwirkt hat: Am Kreuz von Golgatha. In den Wunden Seiner
Hände und Füße ist uns Heilung geschenkt. Die Wunden Seiner Hände
und Füße machen uns aber auch feinfühlig und verwundbar, damit wir
bereit werden, auf unseren Nächsten bedingungslos und echt
einzugehen. Bist du ein Versöhnter? Hast Du den Frieden Jesu mit
Gott, dir selbst und deinen Mitmenschen? Wo ist dein Platz in dem
Dienst der Versöhnung?
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