Mittwoch, 19. März 2014

Warum ich Geschichte wichtig finde

Nichts ist mehr, wie es war.“ Hinter diesem Gedanken kann sich eine wehmütige Sehnsucht nach den „guten alten Zeiten“ verbergen. Ob es diese „guten alten Zeiten“ tatsächlich jemals gegeben hat, ist eine andere Frage. Der Mensch neigt schnell dazu, andere Zeiten zu idealisieren. Doch leider ist nie alles ideal – so sehr man sich das auch wünschte. Wenn also jede Zeit mit ihren eigenen Problemen fertig werden muss, wozu sich dann mit der Geschichte beschäftigen? Hier drei ausgewählte Gründe (es gibt noch einige weitere), weshalb die Geschichte wichtig ist:
1. Zur Findung der Identität. Der Mensch ist, was seine Biographie, also seine ganz persönliche Geschichte, aus ihm gemacht hat. Und die heutige westliche Gesellschaft ist ebenfalls das Produkt ihrer Geschichte. Wenn man wissen möchte, warum bestimmte Dinge heute so gesehen werden und nicht anders, braucht man Kenntnis der Geschichte.
2. Um aus der Geschichte zu lernen. Das Leben ist zu kurz, um jeden Fehler selbst zu machen. Wer weiß, welche Fehler andere vor ihm schon begangen haben, oder auch wie sie ihre Probleme gelöst haben, kann Neues dazulernen, ohne immer und überall selbst Fehler machen zu müssen.
3. Um Alternativen aufzuzeigen. Es muss nicht jeder das Rad neu erfinden. Viele Generationen haben schon mit ähnlichen Fragen zu tun gehabt. Und verschiedene Generationen haben dieselben Fragen unterschiedlich beantwortet. Warum nicht einmal über den Tellerrand unserer postmodernen Gesellschaft hinausblicken und sich mit den Antworten früherer Generationen befassen? Es ist eine Haltung der Arroganz, zu meinen, dass die heutige Gesellschaft ihre Probleme nur auf heutige Art und Weise lösen kann. 

Und was sind Deine Gründe für (oder gegen) die Beschäftigung mit der Geschichte? 

Keine Kommentare: