Montag, 29. September 2014
Zum Heiligen Geist beten?
Dienstag, 9. September 2014
Geschichten von Dienstkrisen
Donnerstag, 14. Juli 2011
Rahab und die rote Schnur
Das Zweite, was wir von ihr lesen ist das: Sie bekennt sich zum Gott Israels. Sie sagt: Denn Jahwe, euer Gott, ist Gott im Himmel und auf Erden. Das ist ihr Glaubensbekenntnis und kommt von ganzem Herzen. Dieses Glaubensbekenntnis geschieht aber nicht nur mit den Lippen, sondern auch mit ihren Taten. Sie nimmt die Kundschafter des Gottesvolkes auf und führt die Soldaten in ihrer Stadt in die Irre. Sie hat sich entschieden für den Gott Israels und ist dafür bereit, sogar ihre eigene Heimat, ihr Zuhause, zu verraten.
Ein Drittes sehen wir: Sie wünschte sich ein Versprechen von Gott, eine Zusage, dass ihr Glaube belohnt wird. Sie hatte noch keine Bibel, in der alle Verheißungen drin stehen. Deshalb bat sie die Kundschafter, ihr zu versprechen, dass sie und ihre Familie unter Gottes Schutz stehen. Sie bekam auch diese Verheißung mit der Bedingung, dass sie in das Fenster, wo sie die Kundschafter herunterließ, ein Stück karminrote Schnur hängen solle.
Viertens sehen wir, dass ihr Gehorsam vollständig war. Er betrug 100%. Gott ist 100% treu und 100% genau im Einhalten Seiner Versprechen. Er möchte aber von uns auch 100%igen Gehorsam. Rahab war so gehorsam. Sie nahm keine grüne oder blaue Schnur, nein, eine karminrote Schnur musste her und in genau dieses eine Fenster gehängt werden. Dieses Fenster lag nach außen hin zur großen Verkehrsstraße, wo jeden Tag hunderte von Händlern und Käufern durchkamen. Wahrscheinlich wurde sie auch oft ausgefragt und ausgelacht wegen dieser Schnur, doch sie war bereit, den Preis des Spottes zu zahlen.
Diese blutrote Schnur ist ein Symbol für das Blut, das Jesus auf Golgatha für uns zur Erde fließen ließ. Auch Er war ausgestellt, verspottet und hatte mächtig zu leiden. Auch Er war geduldig und gehorsam bis zum Tod - dem schrecklichen Tod am Kreuz. Damit wir wieder mit Gott versöhnt leben können hat Er unsere Schuld bezahlt. Mit jedem Tropfen Blut, das aus Ihm auf die Erde floß. Und wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Er treu und gerecht, dass Er unsere Schuld vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit! (1. Joh. 1, 9). Das ist Gottes Versprechen an jede und jeden von uns! Wie Rahab die Kundschafter beim Wort nahm, dürfen wir Gott beim Wort nehmen. Wie Rahab gehorsam war, und zwar mit Genauigkeit gehorsam, so dürfen auch wir Gott mit genauem Gehorsam dienen. Was ist zur Zeit deine rote Schnur? Ist es, dass du eine Gemeinde suchst und dich dort verbindlich einbringst? Ist es, dass du in deiner Gemeinde regelmäßig teilnimmst und mitmachst? Ist es, dass du andere Menschen in die Gemeinde einlädst? Sei gesegnet!
(Kurzfassung einer Predigt, gehalten am 26. Juni 2011)
Freitag, 25. Februar 2011
Einleitendes zum Apostolicum
Einführung in das Apostolische Glaubensbekenntnis
In der Einführung wollen wir uns mit drei Fragen beschäftigen:
Erstens, was ein Glaubensbekenntnis ist,
Zweitens wozu ein Glaubensbekenntnis gut ist und
Drittens, weshalb wir gerade das Apostolicum dafür auswählen.
Erstens. Ein Glaubensbekenntnis ist zunächst eine kurze Zusammenfassung dessen, was man glaubt. Darin werden alle wichtigen (die wirklich wichtigen, und daher heilsentscheidenden) Aussagen gemacht. Dieses Bekenntnis ist weiter auch eine kurze Zusammenfassung dessen, was man glaubt. Es ist leicht und gut auswendig zu lernen und hilft einem dadurch auch beim Beurteilen von Lehren, Büchern, Prophetien und manchem mehr. Ein Glaubensbekenntnis wurde von einer Reihe von Theologen mit einer ähnlichen theologischen Grundhaltung zusammengestellt und erhält für deren Gemeinden einen wichtigen Charakter eines Bekenntnisses, also dessen, was man vor anderen Menschen bezeugt.
Zweitens. Diese Frage wird leider immer öfter gestellt, sodass man kaum noch weiß, wozu ein solches Glaubensbekenntnis gut sein kann. Immer mehr hört man kritische Stimmen, die sagen: Lehre trennt, Gemeinschaft (oder Liebe) eint. Doch auf diese Art und Weise wird gleich von Anfang an Gottes Wort in Frage gestellt und damit Gott selbst. Ein Glaubensbekenntnis dient zunächst dazu, dass wir in aller Kürze die wichtigsten Grundlehren der Bibel lernen können. Es gibt leider immer mehr Christen, die nicht sicher sind, was genau sie glauben. Mit Hilfe eines solchen Bekenntnisses, das sie gut kennen, ist das kein Problem mehr, Auskunft zu geben über unseren Glauben. Weiter dient ein solches Bekenntnis dazu, uns im Glauben zu festigen und zu stärken. Wer weiß, an Wen er glaubt, der wird mit Kraft und Freude gestärkt, und damit auch im Glauben vorangebracht. Sodann dient es zur Prüfung von Lehren und Prophetien, von Worten und Taten. Letztendlich dient es aber auch dazu, eine klare Trennlinie zu unbiblischen Glaubensgemeinschaften (im Volksmund „Sekten“ genannt, ich persönlich mag es nicht, diesen Begriff in der Weise zu verwenden) zu schaffen. Es führt somit auch zur Abgrenzung und „Heiligung“ könnte man durchaus sagen.
Drittens. Das Apostolicum, so nennt man es auch, ist ein Bekenntnis, das schon sehr früh von der Kirche zum Taufbekenntnis gemacht wurde. Wer getauft werden wollte, musste diesem Bekenntnis zustimmen. Außerdem ist es ein Bekenntnis, dem nicht nur die ursprüngliche katholische Kirche (vor der Entgleisung zur Papstkirche), sondern auch gläubige Protestanten zustimmen können. Es ist somit das allgemeinste Bekenntnis, das deshalb eher vereint als trennt. Zudem ist es wirklich kurz und knackig, deshalb einfach zu lernen.
Vorbemerkung zur Autorität der Bibel
Es mag befremdlich sein, dass das Apostolicum mit keinem Wort auf die Autorität der Bibel zu sprechen kommt. Dies hat seinen Grund darin, dass die Autorität der Schrift heutzutage so stark angefochten ist. Zur damaligen Zeit konnte man einfach davon ausgehen: Wer sich Christ nennt, wird an der Autorität der Schrift nicht rummeckern. Dies hat sich seit der Aufklärung ganz grundsätzlich geändert: Der Mensch machte den Verstand zum Maß aller Dinge und legte damit ganz subjektiv fest, was in der Bibel stimmen darf und was nicht. So wurde eine Unterscheidung gemacht zwischen der Bibel als Gottes Wort und der Bibel als Menschenwort. Deshalb ist es wichtig, zunächst noch ein Wort hierzu zu sagen. Die Bibel, die Heilige Schrift, bestehend aus dem Alten und dem Neuen Testament, ist in allen seinen Aussagen, egal in welche Richtung sie gehen, ob sie naturwissenschaftliche, psychologische, philosophische oder das Heil und Zusammenleben des Menschen betreffende Aussagen macht, vollkommen Wort Gottes und als solches ewig gültig. Alle seine Aussagen sind deshalb fehlerlos und unfehlbar. Gottes Wort fällt nicht hin, denn Er Selbst garantiert, dass es eintreffen wird.
Das Apostolische Glaubensbekenntnis
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.
Quelle
Dieses Glaubensbekenntnis hat in allen Jahrhunderten seit seiner schriftlichen Abfassung und auch in verschiedenen mündlichen Versionen lange davor einen großen Einfluss gehabt. Es hat uns auch heute noch sehr viel zu sagen, deshalb möchte ich eine Serie an Posts über dieses Bekenntnis machen.
Fortsetzung