Montag, 26. Januar 2015

Open MIND: Eine Kollektion von Aufsätzen zum Download

Schon seit Langem versuche ich immer wieder die Diskussionen der Hirnforschung ein wenig zu verfolgen. Wer mich öfter predigen hört, weiß, dass ich gerne auch ab und an mal ein paar Beispiele aus dieser Richtung bringe. Jetzt bin ich auf ein spannendes Projekt gestoßen: Die MIND Group wurde 2003 gegründet und setzt sich aus vorwiegend jungen Wissenschaftlern der verschiedensten Fachrichtungen zusammen: Philosophen, Psychologen, Neurowissenschaftler, und so weiter. Ungefähr zweimal pro Jahr hat sich diese Gruppe getroffen und sich über neue Erkenntnisse ausgetauscht und diskutiert. Nun haben sie sich entschlossen, zur Feier des 20. Treffens eine Sammlung von 39 Aufsätzen herauszugeben. Jedem Aufsatz ist eine Art Antwortaufsatz und ein Kommentar beigefügt.

Die Sammlung kann hier (Link) als PDF heruntergeladen werden. In der Einführung schreiben die Herausgeber:

We are all interested in the deep structure of the human mind and of conscious experience, but we also recognize how far we are still away from a unified theoretical model that would satisfy philosophers and scientists alike, a model that is conceptually convincing and able to integrate all existing data and make use of different methods at the same time.“ (S. 16)

Another way to characterize the epistemic stance one might call “open mindedness” is to say that it is an interdisciplinary variant of the principle of charity. It is not just that philosophers should be empirically informed or that neuroscientists should listen carefully to constructive attempts at conceptual or methodological clarification. We need to develop a new culture of charity, and this will require new and sustainable forms of interdisciplinary cooperation. In philosophy, the “principle of charity” has long been recognized and investigated as reading others’ statements according to their best, strongest possible interpretation, that is, to never attribute irrationality, falsehoods or fallacies without necessity. But we also all know how hard this can be. Agreementshould be optimized and as each other’s interpreters, we should always, when possible, prefer the most coherent reading in order to maximize the truth or rationality of what another researcher (or philosopher) says. We now need an interdisciplinary variant of this principle, and not only in bridging the gulf between the humanities and the so-called hard sciences of the mind, but also in organizing novel and more efficient forms of cooperation.“ (S. 17f)

Hier sehe ich eine großartige Gelegenheit, dass wir einmal mehr auf Gottes Wort vertrauen können. In der Bibel finden wir viele Antworten auf Fragen, mit welchen die Hirnforschung noch kämpft und zu keinem Ergebnis kommt – weil gewisse Grundlagen nicht stimmen. Aber immer und immer wieder gibt uns die Hirnforschung Beweise dafür, dass Gottes Wort korrekt ist. Vielleicht wird die Hirnforschung eines Tages auch an diesen Antworten und Grundlagen interessiert.

Wer sich auch für die neuere Diskussion in den verschiedenen Fachbereichen interessiert, dem empfehle ich obige Sammlung als PDF herunterzuladen. Alles ist zuviel, aber es gibt immer wieder einzelne Themen und Aufsätze, die spannend sind. Philosophische Grundlagen, die Bedeutung der Intuition, Künstliche Intelligenz, Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft, Sprachforschung, und so weiter.

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